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09. Februar 2011

Hilfe bei den Hausaufgaben

Der Seelbacher Gemeinderat bezuschusst ein zusätzliches Angebot am Bildungszentrum .

  1. Am Kooperativen Bildungszentrum in Seelbach wird es künftig eine erweiterte Hausaufgabenbetreuung geben. Foto: ddp

SEELBACH. Mit einem einstimmig gefassten Beschluss hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am Montag die Weichen für die Einrichtung einer Hausaufgabenbetreuung der Klassen fünf bis sieben am Kooperativen Bildungszentrum Seelbach gestellt. Damit kann der stetig steigenden Nachfrage Rechnung getragen werden.

Vor einigen Jahren wurde an der Grundschule Seelbach eine verlässliche Grundschule und eine Hausaufgabenhilfe eingerichtet und vom Schuljahr 2009/10 an auf eine Vor-, Nachmittags- und Ganztagsbetreuung erweitert. Der Personalaufwand war einst auf 30 Plätze ausgerichtet, mit 49 Schülerinnen und Schülern ist die Kapazitätsgrenze bereits überschritten und es kommt bereits zu größeren Personalengpässen. Dennoch will die Schule möglichst allen Eltern einen Betreuungsplatz anbieten.

Durch die Einrichtung der Werkrealschule hat sich die Schülerzahl am Kooperativen Bildungszentrum Seelbach – auch durch Kinder aus Reichenbach – um mehr als 70 erhöht. In Gesprächen mit der Leiterin der Betreuung an der Grundschule, Ellen Janka, den Leitern der Real-, Grund- und Werkrealschule wurde auf Grundlage einer möglichst fairen Verteilung der Lasten und Arbeitsstunden zwischen Schule und Gemeinde ein Modell erarbeitet, das jetzt dem Gemeinderat vorgelegt wurde. Dem zufolge sollen vom Schuljahr 2011/2012 an zwei Kleingruppen mit je 15 Schülern der Klassenstufen 5 bis 7 gebildet werden, die in Klassenzimmern des oberen Schulgebäudes von 12.45 Uhr bis spätestens 14.30 Uhr – eine Mittagspause von rund 30 Minuten eingeschlossen – unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen können. Danach gehen die Schüler nach Hause, in den Nachmittagsunterricht oder in eine der angebotenen Arbeitsgemeinschaften. Dieses Modell entspricht im Wesentlichen den Wünschen der Eltern. Eine Hilfe bei den Hausaufgaben ist allerdings nur eingeschränkt möglich, das Mittagessen müssen die Schüler von zu Hause mitbringen.

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Es ist vorgesehen, dass sich sowohl die Real- als auch die Grund- und Werkrealschule mit je zwei Deputatstuenden pro Woche an dem Angebot beteiligen. Dies bedeutet, dass je eine Kleingruppe von Lehrerpersonal und von Bediensteten der Gemeinde Seelbach beaufsichtigt wird. Das neue Angebot ist selbstverständlich nicht zum Nulltarif zu haben. Die Eltern werden mit 25 Euro pro Kind und Monat (bei elf Monaten im Jahr) zur Kasse gebeten, wenn mehrere Kinder einer Familie das Angebot in Anspruch nehmen, werden pro Kind und Monat lediglich 20 Euro fällig. Die Gemeinde hat bei Vollbelegung aller 30 Plätze rund 8 000 Euro im Jahr zu tragen. Der Gemeinderat hat das Betreuungsmodell und dessen Finanzierung einstimmig abgesegnet

Autor: Reiner Beschorner