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21. November 2010 13:49 Uhr

Feierstunde mit Erzbischof Rudolf Zollitsch

Klaus Heuberger aus Seelbach heute zum Diakon geweiht

Klaus Heuberger aus der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Seelbach wurde am heutigen Sonntag zusammen mit zehn weiteren Männern im Freiburger Münster zum Diakon geweiht. Es war der zweitstärkste Jahrgang seit der ersten Weihe 1970.

  1. Klaus Heuberger (rechts) aus Seelbach wurde heute von Erzbischof Robert Zollitsch zum Diakon geweiht. Foto: Benedikt Plester

FREIBURG/SEELBACH (pef). Verheiratete Diakone haben sich nach Überzeugung von Erzbischof Robert Zollitsch in der katholischen Kirche bewährt: "Nicht als Abgrenzung zum zölibatär lebenden Priester, sondern als Ergänzung", sagte Zollitsch bei der Weihe der Diakone. Damit habe sich eine "Hoffnung des Anfangs" erfüllt, erklärte der Erzbischof mit Blick auf die erste Weihe von so genannten "Ständigen Diakonen" in Freiburg im Herbst 1970. Vor vierzig Jahren habe dies als "mutiger Schritt, ja als ein historisches Ereignis" gegolten.

Die Belebung des Diakonats – anknüpfend an die frühchristliche Tradition – sei "nicht einfach einer pastoral-planerischen Vernunft entsprungen, sondern dem Hören auf Gottes Wort und der Führung des Heiligen Geistes", erklärte Erzbischof Zollitsch weiter. Seit 1970 wurden in der Erzdiözese Freiburg 265 Männer zu Diakonen geweiht. "Vieles war bei dieser ersten Weihe noch offen. Eine der offenen Fragen sei gewesen, wie sich das Weiheamt entwickeln werde, "wenn der Amtsträger verheiratet ist und Familie hat. Denn nach vielen hundert Jahren ohne verheiratete Diakone war dies eine völlig neue Situation", Deshalb sei von Anfang an Wert darauf gelegt worden, "dass der erste Ort, an dem der Diakon seinen Dienst vollzieht, die Familie bleibt". So dankte Rudolf Zollitsch in seiner Predigt besonders den Ehefrauen der Diakone.

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Eine andere Hoffnung, die mit der Wiedereinführung des Ständigen Diakonats verknüpft war, ist nach Ansicht des Erzbischofs von Freiburg nach wie vor aktuell: "Es war und ist die Hoffnung, dass sich das Antlitz der Kirche nach außen erneuert." Diakone haben nach den Worten von Erzbischof Robert Zollitsch die Gelegenheit, die "Verbindung von Liturgie und Diakonie, von Gottesliebe und Menschenliebe zu leben und dafür Zeugnis zu geben. Das ist Ihr ganz entscheidender Auftrag in unserer Zeit, die Gefahr läuft, Gott aus dem Alltag zu vertreiben".

Autor: bz