"Ortenauer Schulen sind gut versorgt"

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Sa, 08. September 2018

Seelbach

Rund 150 Junglehrerinnen und Junglehrern sind am Freitag im Geroldsecker Bildungszentrum Seelbach vereidigt worden .

OFFENBURG/SEELBACH. Rund 150 Junglehrerinnen und -lehrer, die Montag ihren Schuldienst in einer der 150 Grund-, Haupt-, Werkreal-, Gemeinschafts-, Real- und Förderschulen im Kreis antreten, sind am Freitag im Geroldsecker Bildungszentrum vereidigt worden. Im Beisein der Leitenden Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich, legten die Dienstanfänger in einer feierlichen Zeremonie ihren Eid ab.

"Es ist für sie ein großer Tag", sagte Schulleiter Daniel Janka bei der Begrüßung. Vor dem Bekenntnis zu Grundgesetz und Landesverfassung, war es Gabriele Weinrich, die als Leitende Schulamtsdirektorin die Dienstanfänger auf die kommenden Aufgaben als Pädagogen einstimmte. Von einem zu erwartenden Umbruch in der Bildungslandschaft, der vom Kultusministerium in Stuttgart angekündigt worden sei und sich bis in hintersten Regionen des ländlichen Raumes fortsetze, ging Weinrich auf die neuen Herausforderungen ein, der sich auch die rund 150 Dienstanfänger im Ortenaukreis stellen müssten.

3500 Lehrer innen und Lehrer erhalten Verstärkung

Weinrich versicherte den jungen Lehrern, dass sie auf die Unterstützung durch das Schulamt zählen könnten. Die Schulamtsdirektorin beschrieb die augenblickliche Lage im Ortenaukreis, in dem etwa 3500 Lehrerinnen und Lehrer an 150 Schulen unterrichten, zu denen am Montag die 150 Dienstanfänger hinzukommen. Vom Verwaltungsleiter über die Beauftragte für Chancengleichheit und Schulpsychologie bis zum Leiter des örtlichen Personalrats, Horst Kosmalla, gab ein 13-köpfiges Schulamtsteam gestern in Seelbach ihnen Auskunft, wer für welchen Aufgabenbereich zuständig ist.

Dass die meisten Dienstanfänger an einer Grundschule zum Einsatz kommen, bestätigte eine spontane Umfrage von Kosmalla bei der Vereidigung. "Die meisten möchten auch in der Ortenau bleiben", ergab eine weitere Umfrage bei den Junglehrern. Viele der Dienstanfänger stammten selbst aus dem Ortenaukreis und waren in einigen Fällen sogar selbst einmal Schüler an jener Schule, an der sie am Montag ihren Dienst antreten. Als erfreulich werteten die Vertreter des Schulamts die Tatsache, dass eine große Zahl der Referendarinnen und Referendare an ihrem Ausbildungsort zum Einsatz kämen.

"Die Schulen im Ortenaukreis sind gut versorgt", hieß es seitens der Personalvertretung in Rücksprache mit dem Schulamt. Dass dies anders als in der Ortenau nicht überall in Südbaden der Fall sei, darauf machte die Schulamtsleiterin aufmerksam. Sie sprach von rund 300 Krankheitsvertreterinnen, welche die im Regierungspräsidium zuständige Abteilung (vormals Oberschulamt Freiburg) bereits auf der Bedarfsliste hätte, um nicht nur dem Unterrichtsausfall bei Krankheit in den nächsten Wochen zu begegnen, sondern auch für die unbesetzten Lehrerstellen an den Schulen in Südbaden gewappnet zu sein. Für die Ortenau sei aber dieser Pool bereits weitgehend ausgeschöpft, wie das Schulamt auf Anfrage erklärte.

"Sie haben es geschafft, die anderen Kolleginnen und Kollegen sind noch auf der Warteliste", so Weinrich, die die Vereidigung der Dienstanfänger vornahm.