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07. Juli 2012

Seit 300 Jahren Regen

Bei Jenson Button, dem Formel-1-Weltmeister von 2009, läuft in dieser Saison nicht viel zusammen.

  1. Der Brite Jenson Button regt sich jetzt schon über den regnerischen Sommer in England auf. Foto: dapd

SILVERSTONE (dpa). Schon auf dem matschigen Campingplatz von Silverstone setzte sich Jenson Buttons Pannenserie fort. Bis zur Vorderachse war der Wohnwagen des Formel-1-Piloten im Schlamm versunken, als der Brite ihn vor seinem Heimrennen beziehen wollte. "Es regnet schon seit 300 Jahren in England, einfach schrecklich", maulte der McLaren-Fahrer. Es läuft seit Wochen einfach nicht mehr rund für den Weltmeister von 2009, in der WM ist der Auftaktsieger bis auf Platz acht abgerutscht.

Auch sein Team und Stallkollege Lewis Hamilton stehen vor dem Heimspiel gewaltig unter Druck. Zu viele Fehler, unerklärliche Leistungslöcher und dazu die Dauerdebatte um Hamiltons Vertragsverlängerung belasten die Bilanz des Traditionsrennstalls aus Woking. Eine Reihe von Patzern bei Boxenstopps haben die beiden Piloten genauso wichtige WM-Punkte gekostet wie taktisches Versagen.

Dabei galt der MP4-27 zu Saisonbeginn als das gelungenste Auto im Feld. "Wir haben immer noch genug Chancen auf den Titel", entgegnete der WM-Dritte Hamilton in Silverstone den lauter werdenden Unkenrufen. In den Tagen vor dem neunten Saisonlauf spekulierten die britischen Medien aber bereits, dass die angespannte Lage bei McLaren zum Zerwürfnis zwischen Hamilton und Button führen könnte. Lange war das Duo als Spaßfraktion unterwegs, doch wie lange hält das gute Binnenklima noch?

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In allen acht Saisonläufen ließ Hamilton seinen Stallrivalen in der Qualifikation hinter sich, so etwas gefällt keinem Rennfahrer. "Ich habe schon schlechte Zeiten durchlebt und auch gute Zeiten. Ich liebe diesen Job immer noch", beteuerte Button. 62 Punkte Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso sind allerdings eine gewaltige Hypothek für den Rest des Jahres. Magere sechs Zähler hat der 32-Jährige aus den vergangenen fünf Rennen geholt.

Autor: dpa


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