Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Juni 2009 12:08 Uhr

Neue Einrichtung in Schallstadt

Seniorenheim wurde offiziell eingeweiht

Ende März konnte es bereits besichtigt werden, am 1. April nahm es seinen Betrieb auf, 14 Bewohner sind schon eingezogen und jetzt wurde es nun offiziell eingeweiht: das Seniorenzentrum "Batzenbergblick" des Arbeitersamariterbundes (ASB) in Schallstadt.

  1. Bei der Einweihung des Hauses (von links) Holger Ganter, Geschäftsführer Reimer, Helmut Müll. Foto: Tanja Bury

  2. Die Pfdarrer Schuler (links) und Deusch segneten die Einrichtung Foto: Tanja Bury

  3. Schülerinnen der Jugendmusikschule sorgten für die musikalische Unterhaltung. Foto: Tanja Bury

Viele waren gekommen, um den Verantwortlichen zum Bau des "Pflegeheims der vierten Generation" im Herzen der Winzergemeinde zu gratulieren. Neue Wege, so betonte ASB-Geschäftsführer Peter Reimer, will der Arbeitersamariterbund mit dem Haus "Batzenbergblick" gehen. Die 46 Plätze des Hauses sind nicht nur auf 2500 Quadratmetern und drei Stockwerke, sondern auch auf fünf Wohngruppen unterschiedlicher Größe verteilt. Die Bewohner sind – ganz wie in einer Familie – voll in die Planung der einzelnen Einheiten eingebunden. "Damit wollen wir den familiären Charakter unserer Einrichtung hervorheben", sagte Peter Reimer.

Dieser spiele in der Konzeption aller ASB-Häuser, in Baden-Württemberg sind es nunmehr 55, eine wesentliche Rolle, so die Vorsitzende des ASB-Landesverbandes und Mitglied des Landtags Marianne Wonnay in ihrer Ansprache. Außerdem setze der ASB auf die Vernetzung verschiedener sozialer Einrichtungen zum Wohl der Bewohner und Angehörigen, stelle hohe bauliche Anforderungen an seine Einrichtungen und lege Wert auf wohnortnahe, zentrale Häuser. "Gemeinwesen soll hier stattfinden", so Wonnay. Die Einrichtung sei offen für Vereine und für Kindergärten und Schulen zur generationsübergreifenden Arbeit. Vor allem aber spiele der pflegerische Aspekt eine Rolle, dem der ASB mit einem Qualitätssicherungskonzept gerecht werde. "Ich wünsche den Bewohnern, dass sie hier so etwas wie ein Zuhause finden und das Haus sich mit Leben füllt", schloss die Landesvorsitzende.

Werbung


Seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren sei es sein erklärtes Ziel gewesen, den Bürgern von Schallstadt solch ein Einrichtung anbieten zu können, sagte Bürgermeister Jörg Czybulka. Doch nicht nur Schallstadt profitieren von dem neuen Haus, sondern die gesamte Region rund um den Batzenberg. "Ich sehe das Haus als interkommunale Einrichtung", so der Rathauschef. Das Prälat-Stiefvater-Haus, die Sozialstation und die privaten Pflegedienste sehe er nicht als Konkurrenten, sondern als Ergänzung des Angebots für die älteren Mitbürger.

Staatssekretär Gundolf Fleischer (CDU) nannte die Einweihung des Hauses gar einen "Freudentag für den gesamten Batzenberg". In echtem Miteinander werde durch diese Einrichtung das Problem der Versorgung der immer älter werdenden Gesellschaft angegangen – und das in familiärer und sehr persönlicher Art und Weise. Er wies darauf hin, dass sich die Zahl der über 65-Jährigen in Schallstadt bei leicht abnehmenden Einwohnerzahlen bis 2025 auf 34 Prozent erhöhen werde. "Solche Einrichtungen werde also richtig benötigt", so Fleischer. Er wünschte sich, dass von der Eröffnungsfeier ein Impuls ausgeht, der auch ehrenamtlich Tätige für die Arbeit im Seniorenzentrum begeistern kann.

Glückwünsche und ein Geschenk in Form einer Skulptur eines regionalen Künstler kamen von Helmut Müll von der Teninger Firma IW Bau, die das Haus zusammen mit dem Arbeitersamariterbund realisiert hat. Er dankte allen Beteiligten für ihr Mittun. Wie er hatten auch zuvor alle Redner den Verantwortlichen ihren Dank ausgesprochen.

Pfarrer Alois Schuler und Pfarrer Deusch segneten das Haus und hofften auf ein erfülltes Miteinander in der Einrichtung. Die Feierstunde wurde von einem Cello-Quartett der Jugendmusikschule umrahmt.

Autor: tab