Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
27. Dezember 2011
Patt in der Frage der Ziegelfarbe
Im Baugebiet "Moos 2" wollen Bauherrn anthrazitfarbene Ziegel.
SEXAU. Die Farbe der Dachziegel im Ort beschäftigt den Gemeinderat weiterhin. Bereits im November wurde die Festlegung der Dachziegelfarbe im Baugebiet "Dorf" für nichtig erklärt (BZ berichtete). Nachdem bereits viele Befreiungen erteilt worden waren und moderne Bebauungspläne diese Wahl des Bauherrn auch nicht mehr reglementieren, hielt es der Gemeinderat für unzeitgemäß, an den früheren Grundsätzen festzuhalten.
Jetzt hat ein Bauherr für ein Gebäude im Baugebiet "Moos 2" anthrazitfarbene Dachziegel vorgesehen. Doch auch dieser Bebauungsplan sieht nur rotbraune Ziegel vor. Damit hatte der Gemeinderat erneut den Wunsch nach einer solchen Befreiung auf dem Tisch. Werner Wagner wandte sich gegen eine solche Befreiung. Er glaubte, es gegenüber den Eigentümern der bestehenden Häuser nicht vertreten zu können. Über Jahre habe der Gemeinderat solche Wünsche der Bauherren abgelehnt, sodass er jetzt nicht einfach umfallen könne, meinte Wagner. Bürgermeister Michael Goby pflichtete Wagner bei. Heinz Rehm dagegen erklärte für die SPD-Fraktion, die Restriktionen bei der Dachziegelfarbe seien überholt. Hans Sutter verwies auf den ganzen Ortsetter. Nachdem es inzwischen so viele unterschiedliche Dachfarben gebe, sei es nicht nachvollziehbar, den Bauherren diese Freiheit nicht auch im Baugebiet "Moos" zu lassen, so Sutter. Die Abstimmung über die Befreiung brachte ein Patt, wonach die Befreiung eigentlich abgelehnt sein müsste. Doch Goby erklärte, er werde die Konsequenzen des Patt klären lassen.Werbung
Nach einer Verkehrsschau hatte sich der Gemeinderat entschieden, für die Straße Am Reichenbächle von der Einmündung des Friedhofswegs an in Richtung Dorfstraße ein Parkverbot auszusprechen. Nun haben sich in der Gemeinderatssitzung Anlieger beschwert. Nach ihnen haben die parkenden Autos eine bremsende Wirkung für den Verkehr. Ohne diese Bremsen würden insbesondere die Landwirte mit ihren Maschinen durch die Straße rasen. Jüngst sei bereits ihre Katze überfahren worden, beklagten sie sich. Goby erklärte, dass das Parkverbot ausgesprochen worden ist, weil sich Anwohner beschwert hätten. Gerade bei der Postfiliale sei so geparkt worden, dass die Anlieger nicht mehr aus ihren Einfahrten gekommen seien und ein rangieren kaum noch möglich gewesen sei. Die Entscheidung sei zusammen mit der Verkehrspolizei getroffen und von dieser auch gutgeheißen worden. Goby wies darauf hin, dass im Zuge der Innerortsanierung auch die Straße Am Reichenbächle neu gestaltet werden wird. Dann könne man sich Gedanken machen, ob bauliche Veränderungen zur Verkehrsberuhigung geschaffen werden, so Goby.
Autor: Michael Haberer
