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24. Dezember 2011
Zwei Schulen, eine Werkrealschule
Sexauer Gemeinderat beschließt Kooperation mit Freiamt / Schulleitungsposten ist vakant.
SEXAU/FREIAMT (iwi). Die Kooperation der Hauptschule Sexau mit der Schule in Freiamt wird auf neue Beine gestellt. Der Gemeinderat Sexau hat beschlossen, eine Kooperation mit der Werkrealschule Freiamt bei der Nachbargemeinde zu beantragen. Nach Bürgermeister Michael Goby deuten die Zeichen im Gemeinderat Freiamt darauf hin, dass die Kooperation klappen dürfte. Das Freiämter Gremium wird im Januar darüber beraten.
Beide Gemeinden hatten es bei der Einführung der Werkrealschulen abgelehnt, ihre Schulträgerschaft aufzugeben und in irgendeinem Verbund eine Werkrealschule anzubieten. Beide Hauptschulen waren nach den damaligen Vorgaben aber zu klein, um eine Werkrealschule bilden zu können. Deshalb hatte man sich zusammengetan, und quasi so getan, als habe man bereits eine Werkrealschule. In den beiden Hauptschulen wurden − die für Werkrealschulen typischen − Wahlpflichtfächern eingerichtet und die Schüler aus Freiamt wie auch Sexau pendeln dafür zwischen den beiden Schulen in Sexau und Mußbach. Derzeit fahren 18 Schüler aus Sexau nach Freiamt.
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Mit der neuen Landesregierung hat sich die Lage geändert. Nun können auch kleinere Hauptschulen zu Werkrealschule werden. Freiamt hat bereits einen Antrag für diese Schulform gestellt. Für die Hauptschule Sexau alleine ist dieser Weg laut Goby nicht erfolgsversprechend. Es bedürfe einer eigenen zehnten Klasse, wofür 16 Schüler nötig seien. Eine solche Anzahl sei aber nicht in Sicht. Der wesentliche Unterschied: In der Schule in Mußbach ist die jährliche Quote der Schüler, die in die Hauptschule und nicht auf eine weiterführende Schule wechseln, deutlich höher als in Sexau.
Eine Alternative zur Kooperation mit Freiamt sei eine Gemeinschaftsschule und das als Ganztagsschule. Dies sei aber nicht realistisch, sagte Goby. Zudem stehen weiterhin Kooperationen mit den Werkrealschulen in Denzlingen oder Emmendingen im Raum.
Von den Lehrern und Eltern der Schule in Sexau gibt es ein klares Bekenntnis zur Kooperation mit Freiamt. Konrektorin Kerstin Trimborn und Elternbeiratssprecher Joachim Göhringer sprachen sich für eine solche aus. Die Schulen in Freiamt und Sexau seien ähnlich strukturiert, auch das Umfeklds sei vergleichbar. Eine die Kooperation mit den "Brennpunktschulen" Denzlingen und Emmendingen werde abgelehnt. Werner Wagner fand, Sexau habe mit der Kooperation mit Freiamt gute Erfahrungen gemacht, weshalb man daran festhalten solle. Heinz Rehm ergänzte: "Mit der Entscheidung für Freiamt verbauen wir uns nichts."
Entschieden wird auch die Frage nach der künftigen Schulleitung. Laut Goby sei die Bewerbungsfrist abgelaufen, im Januar beginne das Entscheidungsverfahren. Derzeit leitet Margret Bäumle die Schule in Sexau kommissarisch. Sie hat sich auch um den Posten beworben. Laut Goby gibt es noch einen zweiten männlichen Bewerber, dessen Namen er aber nicht preisgeben wollte. Göhringer erklärte dazu, dass das Tandem Bäumle/Trimborn tolle Arbeit leiste, Eltern wie Lehrer setzten auf Bäumle.
Goby sagte dazu, dass Gemeinderat und Schule "in der Tendenz auf einer Linie" lägen. Er glaube auch, dass man gute Karten habe und Bäumle die künftige Schulleiterin werde. Doch wollte er sich nicht festlegen. Der Gemeinderat müsse auch dem zweiten Bewerber eine Chance geben und dürfe diesen nicht schon verwerfen, bevor er sich überhaupt vorgestellt hat. Goby wies darauf hin, dass es für die Besetzung einer Rektorenstelle gewisse Regeln gebe, die vom Schulamt wie auch vom Gemeinderat eingehalten werden müssten.
Autor: iwi
