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08. Januar 2009 11:58 Uhr

Fast wie bei "Holiday on Ice"

Show-Skating in der Schule

Drei Jahre lief Stefanie Rudel als Eiskunstläuferin bei der ow "Holiday on Ice" mit. Heute leitet die Referendarin und staatlich anerkannte Eiskunstlauftrainerin die Arbeitsgruppe "Show-Skating auf Inlinern" der Julius-Leber- und der Hugo-Höfler-Schule.

  1. Das Show-Skating, eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Rollkunstlauf, macht den Schülerinnen und Schülern viel Spaß. Foto: Sarah-Lena Stein

  2. Die Schüler der Showskating-AG waren Ehrengäste bei der Vorpremieren der Show „Energia“ von Holiday on Ice. Foto: Sarah-Lena Stein

BREISACH. Die Arbeitsgemeinschaft mit Schülern der 5., 6. und 7. Klasse ist ein Gemeinschaftsprojekt der Haupt- und der Realschule. Die Schulleiter Lothar Meroth und Christoph Wolk freuen sich über das neue Projekt, das auf Initiative der Referendarin Stefanie Rudel und des Realschullehrers Manfred Ginter entstanden ist. Dies sei es ein erster Schritt der Zusammenarbeit im Unterricht der Nachbarschulen. "Wir wollen, dass die Schüler durch die neue AG die Vorteile von gemeinsamen Lernen in unterschiedlichen Systemen kennenlernen", sagen Wolk und Meroth. Weitere Projekte seien angestrebt.

"Es ist echt gut, dass man sich so mal kennenlernt", findet der 10-jährige Mike Meier von der Hugo-Höfler-Schule. "Hier kann man neue Freunde treffen", bestätigt auch der 11-jährige Henri Korsh von der Julius-Leber-Schule.

Die 13 Kinder – Michelle Schöne, Michelle Schäpers, Adriena Xhuxha, Selim Dellali, Celina Kurt, Franziska Hutt, Emina Abde, Henri Korsh, Mike Meier, Maik Renz, Frederic Plotnikov, Sascha Förderer und Kosovare Gashi – kommen jeden Montag zum Training in die Breisgauhalle. Mit der Arbeitsgruppe verbindet Stefanie Rudel den Fächerverbund Musik, Sport und Gestalten.

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Das Show-Skating – eine Mischung aus Tanz, leichter Akrobatik und Rollkunstlauf – macht den Kindern offenbar großen Spaß. Vom Rückwärtsfahren und Springen bis zu Tricks auf den Rollen sind viele Kunststücke dabei.

"Am liebsten fahre ich auf einem Bein", erzählt Selim Dellali. Wenn die erste Choreographie einstudiert ist, wollen die Show-Skater ihr Können vorführen.

In der AG hat Rudel nun das Projekt "vom Rollen zum Gleiten gestartet." Mit den Kindern geht sie samstags in die Eishalle, um ihnen das Schlittschuhlaufen zu zeigen.

"Ich komme ja vom Eiskunstlauf", erklärt die ehemalige Leistungssportlerin. In der Eishalle sollen die Kinder Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen dem Rollen beim Inlineskaten und dem Gleiten beim Schlittschuhlaufen erkennen. In der Gruppe arbeiten sie anschließend ihre Ergebnisse heraus.

Die 27-jährige Pädagogin arbeitet mit ihrem Kollegen Manfred Ginter zusammen. Beide verbindet die Leidenschaft zum Eiskunstlauf. Der Sportlehrer hatte schon seit 2001 "Show-Skating auf Inlinern" in der Realschule angeboten.

Der geprüfte Inline-Skating-Instructor im Deutschen-Inline-Skating-Verband lernte die junge Eiskunstläuferin bei einer Show von "Holiday on Ice" kennen. Rudel hatte an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg die Fächer Sport, Deutsch und Kunst für Grund- und Hauptschule studiert. Nach dem Examen legte sie ihre Karriere als Lehrerin aber erst einmal "auf Eis", um mit "Holiday on Ice" in Europa zu touren.

Zu Beginn des Schuljahres begann sie ihr Referendariat an der Julius-Leber-Schule in Breisach. Die Show- Skating-AG leitet sie alleine, da Ginter in dieser Zeit Sport unterrichtet.

Die Schüler waren Ehrengäste bei "Holiday on Ice"

Der größte Höhepunkt war für die Schüler bisher der Besuch der Show "Energia" von "Holiday on Ice". Mit Ginter und Rudel durften sie zur Vorpremiere in der Freiburger Rothausarena. Bei der Show waren sie als Ehrengäste eingeladen und saßen sogar in der ersten Reihe. Henri Korsh gefielen die vielen Lichter und die Tricks der Eiskunstläufer am Besten. "Ich würde auch gerne mal bei "Holiday on Ice" mitmachen", sagte Kosovare Gashi nach der Aufführung begeistert. Stefanie Rudel kann das gut nachempfinden, denn auch ihre Karriere im Eiskunstlauf begann mit einem Kindheitsraum.

Im Unterricht sprachen die Schüler mit ihrer Lehrerin über die Show: über die große Weltkugel, die Energie, das Licht und über das Band der Freundschaft, das die Menschen verbindet. Begeistert vom Titelsong "Energia" haben die Schüler nun angefangen, eine Choreographie einzustudieren.

"Den Kindern hat das Lied am besten gefallen und es passt so gut zu uns" erklärt Rudel. Der große Weltkugel mit dem Ying und Yang Zeichen in "Energia" stelle die Gruppe gut dar. Jeder Einzelne sei ein Teil der Gemeinschaft, zusammen seien sie stark und strahlten Energie aus, erläutert die Pädagogin. "Es geht um Freundschaft", ergänzt Selim Dellali.

Autor: Sarah-Lena Stein