Backen mit Edeka

Sie backt, er nascht

bex

Von bex

Di, 13. Dezember 2016 um 09:51 Uhr

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Anzeige Was das Backen angeht, sind die Aufgaben daheim klar verteilt...

Margot Eisenmeier probiert neue Rezepte aus, ergänzt sie durch eigene Ideen, verbessert hier, lässt dort etwas weg, bisweilen entsteht daraus eine ganz neue Eisenmeier-Kreation. Ihr Mann Karlheinz beobachtet im Stillen, kostet – und macht den Abwasch! Hochzufrieden ist das Ehepaar mit dieser Gewaltenteilung. Denn in der Rührschüssel wird von ihr immer ein Klecks Teig mehr als üblich gelassen, der von ihm dann mit Finger und Genuss herausgestrichen und probiert wird. "Als Vorgeschmack auf den fertigen Kuchen", so der 59-Jährige.

Dabei kennt sich der gelernte Maschinenbauingenieur mit dem Backen bestens aus, hat er es doch in Kindertagen von seiner Oma gelernt: "Sonntags gab es immer Kuchen, also wurde samstags gebacken." Egal, ob Buttercreme- oder Linzertorte, Apfel- oder Schokoladenkuchen, vor keinem Rezept schreckte er zurück. Der eigene Obst- und Gemüsegarten und die Erdbeerfelder der Familie boten die Zutaten für so manche Leckerei.

Seine Frau Margot hingegen lernte erst in der siebten Klasse von ihren Klassenkameradinnen, dass die Welt des süßen Gebäcks aus unendlich mehr als Marmorkuchen besteht: "Rezepte für Plätzchen kannte ich bis dahin noch gar nicht. Mein Schwerpunkt lag zu dieser Zeit auch noch eher beim Kochen." Doch ab da ändert auch sie schlagartig ihr Backverhalten. So geht beim Edeka-Wettbewerb das Ehepaar aus Lauchringen in der Kategorie "süß" nun auch mit einer Eigenkreation ins Rennen.

Chrissis Schokotorte ist ihrem Sohn Christoph gewidmet, der sie mit seinen 27 Jahren bis heute gerne isst. "Er ist ein genauso großer Süßschnabel wie sein Vater. Damit machen wir ihm immer eine Freude," sagt die 50-Jährige. Kennengelernt hat die Lehrerin, die Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, das Rezept von einer Italienerin, die sie während ihrer bilingualen Ausbildung damit gemästet hat. "Ich habe das Rezept natürlich ein wenig abgespeckt", so Margot Eisenmeier weiter, "sonst wäre kaum mehr als ein Stück davon zu vertragen."

Morgens um 5.20 Uhr, das ist die Zeit, die die Lehrerin zusammen mit der Badischen Zeitung verbringt. So auch an jenem Samstag, als sie von dem Backwettbewerb liest: "Mir war sofort klar, da machen wir mit." Auch bei ihrem Mann war keine Überzeugungsarbeit nötig: "Ich lerne gerne Neues kennen. Wenn dabei dann noch die Bekanntschaft mit netten Menschen und ein paar Rezepte rausspringen – umso besser." Erklärtes Ziel beim Wettbewerb ist für beide der Spaß an der Sache. Welche Platzierung für sie dabei herauskommt, ist zweitranging. "Wir haben nicht den Anspruch, die Besten zu sein. Vielmehr freuen wir uns, mitmachen zu dürfen", sagt Karlheinz Eisenmeier.

So geht das Paar, das im nächsten Jahr seit 30 Jahren verheiratet ist, dann auch gelassen ans Werk, hofft vielmehr, dass die Anreise von immerhin 80 Kilometern nach Freiburg ohne Zwischenfälle verläuft. "Was kann ansonsten passieren? Schlimmstenfalls bleibt der Kuchen unten und wir gucken pikiert in die Röhre", fasst es Karlheinz Eisenmeier mit Humor zusammen. Auch die Kinder sehen die Teilnahme ihrer Eltern gelassen.

Neben Christoph gibt die 30-jährige Marion den Eltern ihren Segen. "Sie meint, wir sollen machen, was wir nicht lassen können", fasst es der Vater zusammen. So wird es gemacht. Denn für Margot und Karlheinz Eisenmeier steht fest: Gemeinsames Erleben ist Erinnerung. Und davon zehren sie lange, wenn sie nach dem Backwettbewerb wieder gemeinsam am heimischen Küchentisch sitzen und vergangene Zeiten Revue passieren lassen.