Sieg gegen Olympiasieger

Matthias Kaufhold

Von Matthias Kaufhold

Di, 10. Juli 2018

Volleyball

Beachvolleyballer Winter wird 17. bei der Weltserie in Portugal.

BEACHVOLLEYBALL (mat). Die Rückkehr auf die internationale Bühne nach zwei Turnieren der deutschen Tour (Platz fünf und zwei) verlief für den aus Freiburg stammenden Beachvolleyballer Sven Winter und seinen Partner Alexander Walkenhorst (Essen) ermutigend. Das Weltserienturnier der zweithöchsten Sterne-Kategorie vier im portugiesischen Espinho beendeten die deutschen Qualifikanten auf dem geteilten 17. Platz. Sie scheffelten damit 320 Punkte für die Weltrangliste und 3000 Dollar Preisgeld.

Am Badeort bei Porto sorgten Winter und Walkenhorst mit einem Sieg für Aufsehen. Das Duo schlug zum Start der Gruppenphase im Hauptfeld die Brasilianer Pedro Solberg und Bruno Schmidt mit 2:0 Sätzen (21:18 und 28:26). Bruno ist ein Weltstar, Olympiasieger von Rio und Weltmeister von 2015 (beides zusammen mit Alison). "Wir hatten keinen Druck, haben befreit aufgespielt, das hat super geklappt", sagte Abwehrspieler Winter zu seiner besten Turnierleistung. Zuvor hatten die Fünften der deutschen Rangliste mit zwei souveränen Siegen die Qualifikation überstanden. "Das war unser Ziel für Espinho", erklärte Winter.

Dass dem Sieg gegen das Topteam zwei 0:2-Niederlagen gegen die Katarer Cherif/Ahmed Tijan und die chilenischen Cousins Grimalt/Grimalt folgten, schmälert für den 20-jährigen Winter nicht den Erfolg: "Bei uns war international ein Aufwärtstrend erkennbar, mit Platz 17 hatten wir nicht gerechnet." Nach monatelanger Durststrecke schaffte es ein deutsches Männerduo wieder aufs Podest eines hochkarätigen Weltserienturniers: Julius Thole und Clemens Wickler (beide Hamburg) kamen in Espinho auf Platz drei. Für Winter und Walkenhorst geht es nach einem Stop auf der deutschen Tour am kommenden Wochenende in Kühlungsborn bei den Drei-Sterne-Turnieren im chinesischen Haiyan (18. bis 22. Juli) und in Tokio (25. bis 29. Juli) weiter.