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21. November 2009 17:07 Uhr

Landespolitik

Silke Krebs neue Grünen-Chefin in Baden-Württemberg

Die baden-württembergischen Grünen haben die Freiburgerin Silke Krebs zur neuen Landesvorsitzenden gewählt. Sie setzte sich mit 162 zu 49 Stimmen gegen die bisherige Vorsitzende Petra Selg durch.

  1. Die neue baden-württembergische Grünen-Chefin Silke Krebs. Foto: dpa

Beim Parteitag der Grünen Baden-Württemberg in Biberach gewann Krebs die Sympathie der knapp 200 Delegierten mit einem flammenden Appell an ihr Selbstwertgefühl: "Wir sollten aufhören, uns als kleine Partei zu denken." Die Grünen sollten aus ihrer Sicht zur Volkspartei werden. Als Schwerpunktthema nennt sie neben der Sozial- die Wirtschaftspolitik. Mit Konzepten für eine ökologische Energieversorgung und umweltfreundliche Verkehrssysteme will sie der CDU die Vorherrschaft streitig machen.

Die 43-jährige Mitarbeiterin der Landtagsfraktion hat die Politik auf allen Ebenen kennengelernt. Als Schülerin protestierte sie schon 1983 in der gut 100 Kilometer langen Menschenkette von Stuttgart nach Ulm gegen die Stationierung atomarer US-Mittelstreckenraketen. Während ihrer Studienzeit engagierte sie sich 1987 gegen die Volkszählung. Zwei Jahre später wurde sie als damals jüngste Gemeinderätin in den Stadtrat von Freiburg gewählt.

Nach der Geburt ihrer Tochter zog sich Krebs vorübergehend aus der Politik zurück und ließ sich zur Bürokauffrau umschulen. Von 2001 an arbeitete sie im Wahlkreisbüro des damaligen Grünen-Fraktionschefs Dieter Salomon in Freiburg. Seit 2005 gehörte Krebs dem erweiterten Landesvorstand der Südwest-Grünen an.

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Bei der anschließenden Wahl für den gleichberechtigten Männerplatz der Doppelspitze setzte sich ebenfalls ein Herausforderer durch: Der 30-jährige Soziologe Chris Kühn, bisher schon Mitglied im Landesvorstand, erhielt 120 Stimmen. Der bisherige Amtsinhaber Daniel Mouratidis kam auf 86 Stimmen, der Rottweiler Kreisvorsitzende Max Burger-Heidger als dritter Kandidat auf acht.

Autor: dpa