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02. Januar 2012
"Jambo, Africa !"
Mit einem besonderen Konzert efreute der Musikverein Obersimonswald sein treues Publikum.
SIMONSWALD. Mit einem Konzert der besonderen Art begeisterte der Musikverein Obersimonswald (MVO) am Stephanstag das treue Publikum, welches vom Vereinsvorsitzenden Norbert Helmle im voll besetzten "Krone"-Saal begrüßte wurde.
Schon der Saalschmuck, die Tisch- und Bühnendekoration ließen erkennen, dass es sich um ein nicht alltägliches Konzert handeln wird. Dort, wo geschmückte Weihnachtsbäume die Bühne zierten, rankten Bambuspflanzen, zudem hingen riesige Bilder an den Wänden, auf denen Löwen und Elefanten, Massai und Co. abgebildet waren. Die Musikerinnen und Musiker tauschten die traditionellen Trachten gegen "afrikanische Konzertkleidung". Unverkennbar, dass die musikalische Reise unter Leitung von Dirigent Michael Schätzle in den schwarzen Erdteil führte. Stephan Wehrle fungierte als Reiseleiter und führte sachkundig durch den Konzertabend. Dirigent Schätzle hatte für das Konzert tief in die in die Truhe blasmusikalischer Literatur gegriffen und dabei ein äußerst rhythmisches und melodisches Programm zusammengestellt – es war wohl im Jahr 2010 als während der Fußball WM die "Vuvuzela" südafrikanische Fröhlichkeit verbreitete.Werbung
Mit der scherzhaften Oper "Die Italienerin in Algier" von Giacomo Rossini eröffnete der MVO das Weihnachtskonzert. Nach dem klassischen Einstieg folgte dann "Afrika Ceremony, Song and Ritual". Das Stück beschrieb die Beherrschung des Feuers und ließ in vielen Registern den Gesang der Ureinwohner ertönen. Fremdartige Laute aus der Natur, ein spritziges Allegro mit viel Schlagzeug und schnellen Taktartwechsel bestimmten das Werk " At the break of Gondwana". Mit "Cabo Verde" unternahm das Blasorchester einen Abstecher auf die Kapverdischen Inseln. Es folgte der "Einzug der Gladiatoren", der bekannte Triumphmarsch von Julius Fucik.
"Mit Jazzotic Flight" starteten das Orchester mit einem Flug über Afrika in den zweiten Teil des rassigen Konzertes. Es folgte der Welthit "Africa," in dem besonders die Schlagzeuger und afrikanische Rhythmusinstrumente im Mittelpunkt standen. Ein besonderes Klangerlebnis war "Jungle Fantasy" – ein Werk, das die charakterischen Klangbilder des Dschungels und der afrikanischen Steppe vereint.
Die Musikerin Christina Schultis, die sich drei Monate in Ghana aufgehalten hat, schilderte ihre Eindrücke und dankte dem Musikverein, der mit jeder Eintrittskarte einen Euro für Projekte in Afrika spenden wird. Der MVO ließ dann mit "Kongolela" wieder afrikanische Fröhlichkeit aufkommen.
Jugendleiterin Elke Braun konnte danach 16 Zöglinge mit den Leistungsabzeichen in Bronze und Silber auszeichnen. Sie dankte allen Ausbildern, die an der erfolgreichen Ausbildung der Zöglinge mitwirken.
"Jambo Africa" und der "Ohrwurm "Jambo Jambo", "Hakuna Matata", mit sich der MVO verabschiedete, infizierten das begeisterte Publikum wohl endgültig mit dem "Afrikafeiber"– das aber sicher nicht gefährlich ist. Es gab anhaltenden Applaus zeigte.
Vorsitzender Norbert Helmle dankte dem Dirigenten Michael Schätzle und allen, die zum gelingen dieses besonderen Konzertes beigetragen haben.
Autor: Horst Dauenhauer
