Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
19. Januar 2012
Kameradschaft funktioniert bestens
Die Feuerwehrabteilung Obersimonswald mit ihren 21 Aktiven zog eine erfreuliche Bilanz in ihrer Jahreshauptversammlung.
SIMONSWALD. Vier Einsätze absolvierte die Feuerwehr Obersimonswald im Vorjahr. Um für solche und schwerwiegendere Fälle gut gewappnet zu sein, standen zahlreiche Proben, Übungen und Lehrgänge auf dem Plan. Ausschlaggebend für das gute Funktionieren der Abteilung ist ihr kameradschaftliches Miteinander.
Abteilungsleiter Martin Furtwängler durfte zur Hauptversammlung im Gasthaus "Rebstock" viele Gäste begrüßen. Schriftführer Philip Scherzinger umriss das Geschäftsjahr. Mit den Einsätzen legte er los: Im Mai rückte man aus, um einen Kellerbrand im Ettersbach zu löschen, bei dem eine Decke aufgesägt werden musste, um Brandherd und -nester zu bekämpfen. Im August löschte man einen Kaminbrand und im Oktober waren alle drei Simonswälder Wehrabteilungen zu einer Suchaktion im Einsatz: In Haslachsimonswald wurde eine Person vermisst. Man habe die ganze Gegend durchkämmt, die Person schließlich auf einem Waldweg gefunden und heimgebracht. Im November brannte auf dem Gelände der Firma Steiert ein Restholzhaufen. Auf verschiedenen Höfen probte man Brandbekämpfungs-, Personenrettungs- und Wasserversorgungsmaßnahmen. Hinzu kamen ein Rotkreuzkurs, Übungen der Gesamtwehr und der Atemschutztruppe. Martin Furtwängler schloss den Lehrgang zum Zugführer ab, Clemens Schultis den zum Truppenführer.Werbung
In den Allgäuer Alpen unternahm man eine dreitägige Wandertour; die Vatertagswanderung führte zu den Siebenfelsen in Yach. Die Kameraden nahmen an der Hörnlebergwallfahrt der Feuerwehren teil und sorgten für Verkehrssicherheit beim Hemdglunker- und St. Martins-Umzug. Die Abteilung zählt 27 Aktive und 21 Alterskameraden und Ehrenmitglieder. Albin Weis ließ die Aktivitäten der Altersabteilung Revue passieren. Daniel Hoch präsentierte als Vertreter von Kassierer Stefan Stratz den Kassenstand. Der ist ebenso solide wie der Probenbesuch. Im Durchschnitt nahmen an jedem der 14 Übungstermine 26 Kameraden teil. Entsprechend zufrieden war der Abteilungskommandant. "Gott sei Dank hatten wir nur wenige, kleinere Einsätze, trotzdem müssen wir allzeit bereit sein," stellte Martin Furtwängler fest. In dieser Hinsicht sei man durch Fortbildungen, auch auf Kreis- und Landesebene, sowie intensive Probenarbeit gut aufgestellt. Sorge bereite aber seit Jahren der Nachwuchs: "Zu wenig Junge kommen nach". Deshalb appellierte er an die Aktiven. "Bleibt so lange dabei und haltet die Stange, wie es möglich ist." Gesamtkommandant Seng ergänzte: "Stillstand ist Rückstand. Wir müssen erst recht weiter machen, gerade wenn es mal ruhig läuft." Alle Abteilungen müssten an einem Strick ziehen: "Allein wären wir machtlos". Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeisterstellvertreter Hubert Wehrle der Abteilung "für den Einsatz" und wünschte ihr weiterhin viel Harmonie, "was für den Zusammenhalt wichtig ist". Dann leitete er zu Verabschiedungen und Beförderungen über. Offiziell wurden die Kameraden Peter Hoch, Hans-Jürgen Wehrle und Hans Jörg Schindler bereits nach der Herbstübung in die Altersabteilung verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern für ihre über 40-jährige Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit ernannt. Doch ihr Engagement sollte hier von der Abteilung nochmals besonders herausgehoben werden. Zudem erhielten Ralf Allgeier und Matthias Stratz ihre Urkunden für die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann.
Autor: Karin Heiß
