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11. November 2009 16:17 Uhr

Großeinsatz

Röschhof brennt nieder - Schaden ist immens

Ein furchtbarer Anblick bot sich am Mittwochmorgen am Röschhof in Haslachsimonswald. Ein Großbrand hatte den alten Schwarzwaldhof erfasst. Der Hof brannte fast vollständig nieder.

  1. Lichterloh in Flammen: Der Bauernhof in Simonswald war von den Wehren nicht zu retten. Foto: Horst Dauenhauer

  2. Großbrand in Simonwald. Foto: Horst Dauenhauer

  3. Vom Ökonomiegebäude bleibt nur eine Brandruine. Foto: Martin Ganz

  4. Großeinsatz der Feuerwehren. Foto: Martin Ganz

"Um 7.42 Uhr wurde die Feuerwehr über die Leitstelle alarmiert", gab Kreisbrandmeister Berger gegenüber der Presse bekannt. Eine Nachbarin hatte das Feuer als erste bemerkt. "Schon bei der Anfahrt hat der Kommandant Thomas Seng von der Feuerwehr Simonswald, wegen der extremen Rauchentwicklung, die weit zu sehen war, die Feuerwehr Waldkirch nachalarmieren lassen." Beim Eintreffen der Feuerwehrabteilung Simonswald stand der Röschhof in vollen Flammen.

Durch die starke Wärmestrahlung waren mehrere Gebäude in der Nähe vom Brand unmittelbar gefährdet. Stunden nach Beginn des Brandes war die Feuerwehr nach Auskunft der Polizei gezwungen, zumindest den niedergebrannten Teil des betroffenen Gebäudes aus Sicherheitsgründen einzureißen. Neben dem Ökonomiebereich entstand auch im Wohnbereich desselben Bauwerks vermutlich irreparabler Schaden. Durch die Hitzeentwicklung schmolzen sogar in weiterer Entfernung Müllcontainer. Ein weiteres, direkt angebautes Wohnhaus wurde durch das Feuer ebenfalls erheblich beschädigt.

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Mehr als 100 Einsatzkräfte – Feuerwehrkameraden von den Abteilungen Simonswald, Obersimonswald, Wildgutach, Siensbach und Waldkirch und Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der Polizei – kamen zum Einsatz. Dabei wurde ein Feuerwehrmann erheblich am Auge verletzt und umgehend mit dem Rettungsfahrzeug der DRK-Ortsgruppe Simonswald in die Uni-Augenklinik nach Freiburg gebracht. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden, auch das meiste Großvieh konnte von den Einsatzkräften gerettet werden. Ein Schwein und eine Kuh verendeten.

Die Brandbekämpfung im Nebengebäude der Stallungen, wo sich ein Teil der Wohnräume befindet, war sehr schwierig, sagte der Kreisbrandmeister. Immer wieder loderten noch gut zwei Stunden nach dem Feuerausbruch Flammen aus dem Dachstuhl, der über dem Stall bereits restlos zerstört war, auf. Nachdem der Dachgebäudezugang zum Nebengebäude abgebrannt war, hatten es die Feuerwehrleute schwer, zu den Brandnestern durchzukommen.

Weil es sich hier um einen alten Hof handelt, habe der Brand dieses Ausmaß annehmen können, ist sich Berger sicher. "Auf dem Dachstuhl war Heu gelagert und so konnte der Brand von über den Stallungen bis ganz in den vorderen Teil durchgehen" – in den Dachstuhlbereich über dem Wohnhaus und Nebengebäude der Stallungen. Alle diese Bereiche wurden beschädigt.

Kreisbrandmeister Jörg Berger beziffert den Schaden auf mehrere hunderttausend Euro und vermutet sogar, dass "500 000 Euro da nicht ausreichen werden". Über die Ursache des Feuers konnte die Polizei gestern noch keine Aussage machen. Möglicherweise werden die Erkenntnisse eines Sachverständigen Aufschluss geben. Um die Unterbringung der nun obdachlosen Familie kümmerten sich Angehörige und auch der Bürgermeister. Der Landwirt wollte eigentlich seinen Betrieb erweitern, jetzt liegt seine Existenz in Schutt und Asche.

Autor: Karin Heiß