Podestplätze zum Saisonauftakt

Martin Siegmund

Von Martin Siegmund

Do, 06. Dezember 2018

Ski Alpin

Nils Haser rast bei den alpinen Skirennen um den Schwabenpokal auf dem Weißseeferner zweimal auf Rang zwei.

SKI ALPIN (masi). Nils Haser, 19-jähriger Topfahrer im Jugendkader des Skiverbands Schwarzwald (SVS), konnte zum Saisonauftakt beim Schwabenpokal zwar nicht seinen Vorjahressieg wiederholen, musste sich an beiden Renntagen aber nur dem vier Jahre älteren schwäbischen Fahrer Fabian Müller geschlagen geben. Am ersten Riesenslalomtag verpasste Haser den Sieg auf der Piste am Weißseeferner nur um 19 Hundertstelsekunden.

Auch wenn die Schwabenpokal-Rennen nicht wie gewohnt in zwei Riesenslalom-Durchgängen ausgefahren werden konnten, da bei einem Herbststurm Ende Oktober die Lifte an der Rennpiste durch Lawinenabgänge zerstört worden waren, fanden die rund 120 alpinen Rennfahrer aus ganz Baden-Württemberg sehr gute Bedingungen für ihren Saisonstart vor. Die schwäbischen Organisatoren hatten einen rhythmischen, langen Lauf auf das Gletschereis gesetzt. Da die Lifte auf dem Weißseeferner zerstört sind, mussten die Athleten mit Pistenfahrzeugen zum Start gefahren werden. Angesichts des enormen logistischen Aufwands konnte jeweils nur ein Wertungslauf ausgefahren werden.

Doch diesen einen entscheidenden Durchgang wussten die hoch motivierten Schwarzwälder Jugendfahrer, die von den Trainern Torben Soehnle und Alexander Vetter betreut wurden, zu einem perfekten Saisoneinstieg zu nutzen. Die SVS-Rennläufer meisterten sowohl die unterschiedlichen Pistenverhältnisse an beiden Renntagen, als auch die Schlüsselstelle am Geländeübergang souverän. Zu den zwei Podestplätzen von Nils Haser kam noch der dritte Platz der Münstertälerin Lilly Wiesler, die am ersten Renntag auf Rang sechs gefahren war. Alina Bohnert vom SC Seebach fuhr auf den fünften und einen achten Platz. Die dem Schüleralter entwachsene Emilia Löffler bot bei ihren ersten Rennen in der Jugendklasse ansprechende Leistungen: am ersten Renntag fuhr sie auf Rang neun, den zweiten Riesensalom beendete sich als 18. der Gesamtwertung. Bei den Frauen blieb Seriensiegerin Bianca Kühn aus Göppingen ungeschlagen. Dass die intensive Saisonvorbereitung auf den neuen Skiwinter Früchte trägt und der Jugendkader des Skiverbands Schwarzwald mit einigen Läufern vorne mitreden kann, zeigten Nicolas Kiefer (SC Engen) mit Rang acht und Platz 14, Luis Wohlschlegel von der SZ Rheinfelden (10./24.) und Luis Diehm vom SC Neustadt, der auf dem Weißseeferner zuerst auf Rang neun und dann auf den 18. Platz fuhr. Auch Torben Lotz (IAR Hochschwarzwald) ließ mit Rang 15 aufhorchen.

Erste Punkte in der Skiliga-Saisonwertung, aus deren Ergebnissen im März 2019 die Qualifikation für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft ermittelt wird, sammelten das Team Regio-West mit Nils Haser und Luis Diehm und das Team des Skibezirks VII mit Nicolas Kiefer und Luis Wohlschlegel an der Spitze.

Auch Marco Behringer vom SC Fischbach war wieder im Einsatz. Der Hochschwarzwälder, der seit dem Herbst am Skiinternat Oberstdorf Schule und Leistungssport verbindet, stellte sich zum ersten Mal der Herausforderung der steilen Piste im italienischen Pfelders und kam als Starter des jüngsten Jahrgangs mit den Plätzen 39 und 33 ins gute Mittelfeld.