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26. Januar 2012

Schwarzwälder Haudegen auf Titeljagd am Fichtelberg

Deutsche Meisterschaft der Langläufer in Oberwiesenthal beginnt heute mit Sprint / Vier Hochschwarzwälder im SBW-Team.

SKILANGLAUF. Die Weltcup-Starter Stefanie Böhler (SC Ibach) und Andreas Katz (SV Baiersbronn) führen das Team der 32 Langläufer und -läuferinnen an. So viele Jugendläufer, Männer und Frauen haben die Skiverbände Baden-Württemberg (SBW) für die deutsche Meisterschaft in Oberwiesenthal nominiert. Der Hochschwarzwald ist mit vier Startern vertreten: Benno Kuhbandner (SV Kappel) bei den Männern, Junior Michael Fehrenbach (SV St. Märgen) und in den Jugendklassen Johannes Schwormstädt (SC St. Peter/J 17) und Adrian Schuler (WSG Schluchsee/J 16). Die Titelkämpfe im Erzgebirge beginnen heute Vormittag mit dem Sprint in der Skatingtechnik.

"Wir freuen uns über jeden Titel", sagt Dieter Notz und spricht dabei auch für seinen Landestrainer-Kollegen Frank Grüber. Eine Prognose zum Abschneiden der Schwarzwälder und Schwaben sei halt "immer Spekulation". "Mehr als im Vorjahr" wäre natürlich schön, meint Notz. Hermann Sieber, der nordische Sportwart des Skiverbands Schwarzwald (SVS) und SBW-Mannschaftsführer bei der DM, nennt als Ziel, "dass wir gleich gut abschneiden". In der vergangenen Saison holten die Baden-Württemberger im Einzelsprint Ende Dezember 2010 in Willingen sowie bei den zwei Distanzrennen im Januar in Hirschau insgesamt zehn Medaillen, darunter einmal Gold für Luca Winkler (SZ Römerstein) im Skatingrennen der Jugend 17.

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Nach überstandener Krankheit machte der in die Juniorenklasse aufgerückte Winkler zuletzt im Training einen guten Eindruck. Mit zwei DM-Titeln in Oberwiesenthal könnte sich der am Skiinternat Furtwangen (SKIF) trainierende Schwabe noch für die Juniorenweltmeisterschaft (JWM) im Februar in der Türkei qualifizieren, doch wird das angesichts der Konkurrenz schwer. Michael Fehrenbach dagegen würde ein Titel reichen, denn er hat mit einem dritten Platz beim Continentalcup (COC) die Norm schon zu 50 Prozent erfüllt, was auch für Eva Wolf (SV Agenbach) gilt. Bessere Aussichten als Winkler hat derzeit auch sein C-Kader- und Vereinskollege Florian Notz, weil der die DSV-Rangliste der Junioren anführt. Der Trainersohn strebt zwei DM-Medaillen an. Sehr gering sind die JWM-Aussichten von Julia Ebner (SZ Brend), der im Wettkampf derzeit noch der "Speed" fehlt, wie Notz beobachtet hat.

"Wenn’s läuft", ist für den Landestrainer Adrian Schuler ein Medaillenkandidat in der J 16. Denn der 15-jährige Blasiwälder sei ein "unberechenbarer Haudegen" und eine echte Kämpfernatur, lobt Notz das Talent, das seine erste Chance schon im heutigen Sprint bekommt.

Den lässt Steffi Böhler, die nach hervorragenden Leistungen wegen eines Infekts auf das Finale der Tour de Ski verzichten musste, noch aus. Doch Sandra Ringwald (ST Schonach-Rohrhardsberg), die zur U 23-WM der Langläufer in die Türkei will, und die ebenfalls in Sonthofen trainierende Baiersbronnerin Jessica Müller werden wie auch Katz und die meisten Nachwuchsathleten alle drei Rennen bestreiten. Bei den Frauen ist zu hoffen, dass diesmal jeweils mindestens fünf Läuferinnen starten, um Titel vergeben zu können. Vor einem Jahr kostete das Rumpffeld Sandra Ringwald Gold und Silber. Dieses Jahr hat sich die 21-Jährige verbessert und bisher bei den Sprints in Oberstdorf und Mailand vier Weltcup-Punkte geholt. Mannschaftsführer Sieber übrigens hofft bei den Frauen wie bei den Junioren auf eine "positive Überraschung" an den drei Wettkampftagen am Fichtelberg.

Der Zeitplan: heute, 9 Uhr: Qualifikation Sprint Freie Technik, 11.55 Uhr: Finals. Samstag, 9 Uhr: Skiathlon. Sonntag 9.30 Uhr: Einzelrennen klassische Technik.

Autor: Annemarie Zwick