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01. März 2010

Stürmischer Korthauer

Langläufer des SC Bonndorf gewinnt sowohl den 25. Albtäler Skimarathon als auch den Skating-Jet.

  1. Start frei zum 25. Albtäler Skimarathon – vorne der spätere Sieger Marius Korthauer Foto: gerhard herzog

SKILANGLAUF. Auch stürmische Böen brachten Marius Korthauer nicht aus dem Gleichgewicht. Vielmehr schien es, als ob dem 26-jährigen Skilangläufer des SC Bonndorf am Wochenende Flügel wuchsen: Korthauer gewann in Bernau sowohl die 25. Ausgabe des Albtäler Skimarathons am Sonntag als auch tags zuvor den 12. Albtäler Skating-Jet.

Mit insgesamt 95 Starterinnen und Startern blieb die Jubiläumsauflage des Albtäler Ski-Marathon über 42,5 und 21 Kilometer (Halbmarathon) um ein Drittel hinter der Zahl aus dem Vorjahr zurück. Offensichtlich hatten sich einige Läufer durch die stürmischen Vorhersagen abschrecken lassen. Am Start war jedoch eine siebenköpfige Männergruppe aus Norwegen: Durchschnittsalter 60 Jahre!

Gerade auf der zweiten Streckenhälfte kämpften die Teilnehmer sehr gegen den stärker werdenden Wind, der selbst bei Abfahrten stark bremste. Trotzdem war Korthauer um fast fünf Minuten schneller als der Sieger aus dem Vorjahr, als den Läufern starker Schneefall zusetzte.

Der 21 Kilometer lange Rundkurs war durch die Ausrichter SZ Bernau, SC St. Blasien und Langlauffreunde "Rot-Kreuz-Loipe" für die klassische Technik trotz Regens in der Nacht bestens präpariert. Gegen Mittag wurde die Spur jedoch durch sieben Plusgrade immer langsamer.

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Nach der Hälfte der Marathonstrecke führte das Trio Benno Kuhbandner (SV Kappel), Marius Korthauer und Michael Dilger (SC St. Peter) mit etwa zwei Minuten Vorsprung das Feld an. Auf der zweiten Streckenhälfte setzte sich Korthauer von beiden Konkurrenten ab und kam mit einem Vorsprung von 2:22 Minuten und der Gesamtzeit von 2:13:15,0 Stunden als Erster ins Ziel. Hinter dem 19-jährigen Michael Dilger musste sich der vier Jahre ältere Benno Kuhbandner (2:16:20,3) mit Platz drei begnügen.

Korthauer teilt sich Kraft beim Skating-Jet richtig ein

Tobias Bach von der SZ Breitnau, der vor zwei Wochen den großen Rucksacklauf von Schonach zum Belchen gewonnen hatte, kam in Bernau auf Rang sieben (2:20:22,8). Bester aus den Skibezirken Wiesental und Hochrhein waren Stefan Böhm vom SC Münstertal (2:19:44,1) auf Rang sechs und Kurt Biehler vom SC Todtmoos (2:39:22,2) auf Platz 16.

Den Halbmarathon gewann der 45-jährige Altmeister Walter Kuss aus Furtwangen (1:04:52,5), der tags zuvor im Skating-Jet Platz drei belegt hatte. Matthias Schnabel vom SC Todtmoos (1:09:53,8) wurde Halbmarathon-Zweiter.

Die 48-jährige Mechthilde Löffler (2:38:35,6) vom SC St. Märgen distanzierte im Marathon das nur siebenköpfige Frauen-Feld. Zweite wurde die zehn Jahre jüngere Beatrix Beckert (2:42:28,5). Die Münstertälerin war im Skating-Jet als Dritte angekommen. Schnellste Frau im Halbmarathon war wie im Vorjahr Julia Frick vom SC Hinterzarten (1:19:36,0).

Bereits am Samstag waren 93 Läufer (70 Männer und 15 Frauen) beim 12. Albtäler Skating-Jet gestartet. Neben Marius Korthauer setzte sich bei den Frauen die in Freiburg lebende Finnin Pia Sundstedt (54:55,4 Minuten) klar über die Freistil-Distanz von 20 Kilometern durch.

Bei guten äußeren Bedingungen – der Streckenverlauf war nach dem Start verändert worden, damit sich das Feld besser entflechten konnte – übernahm Benno Kuhbandner schnell die Führung. Doch der 23-Jährige musste seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen: Nach Hälfte der Distanz holte ihn der drei Jahre ältere Korthauer ein, der schließlich in 47:24,2 Minuten vor Kuhbandner (47:49,5) gewann. Korthauer war um 1:08,5 Minuten schneller als Vorjahressieger Wolfgang Orion (SC Schönwald), der diesmal auf Rang 12 (52:59,7) landete.

Bester Teilnehmer aus dem Skibezirk Wiesental war als 17. der 36-jährige Frank Brengartner vom SC Münstertal (54:24,6), vom Hochrhein erreichte der 48-jährige Axel Kolaczewitz von der SZ Bernau als 27. (57:46,3) das beste Ergebnis. Insgesamt skateten über die Strecke.

Autor: Gerhard Herzog