Kehrtwende

So reagieren die BZ-Leser auf die Seilbahn-Absage des Europa-Parks

Karl Kovacs

Von Karl Kovacs

Mo, 10. Dezember 2018 um 08:27 Uhr

Rust

Überraschend hat der Europa-Park am Freitag mitgeteilt, in den kommenden fünf Jahren doch keine Seilbahn ins Elsass zu bauen. Viele BZ-Leser bewerten das als Sieg für den Naturschutz, einige bedauern die Kehrtwende.

Die Absage des Seilbahn-Projekts auf Zeit beschäftigt die BZ-Leserinnen und -Leser. Die Diskussion über das Thema geht weiter. Das sagen einige User der Facebook- und Internetseite der Badischen Zeitung.

Dorothea Hertenstein: Das ist eine sehr gute Nachricht (...). Dank an den Europa-Park mit seinen vielfältigen Aktionen. Er möge auch künftig in bisheriger Tradition seinen Gästen viel Freude bereiten.

Susanne Ehlers: Klugheit zeigt sich oft auch in den Dingen, die man bleiben lässt!

Petra Schoch: Was ist in fünf Jahren anders? Das Taubergießen wird dort immer noch bestehen und gehört geschützt!

Mike Walschewsky: Wenn ich den Schwachsinn höre. Als ob das Taubergießen wegen ein paar Pfeilern kaputtgehen würden. Zumal ohnehin Ausgleichsfläche geschafft werden muss. Armes Deutschland. Hier kann nichts mehr gebaut oder geschaffen werden, weil sich dauernd irgendwelche Häschenstreichler auf den Schlips getreten fühlen.
Überraschende Kehrtwende in Rust: Europa-Park-Chef Michael Mack kündigt an, das umstrittene Vorhaben einer Seilbahn ins Elsass fünf Jahre lang auf Eis zu legen. In der Zeit soll ein Dialog mit allen Beteiligten geführt werden.

Casandra Walz: Ausgleichsfläche schön und gut, aber woher diese einzigartige Ausgleichsfläche nehmen?

Roland Stein: Also bis in fünf Jahren, wenn es wieder krakeelt: "Nai hämmer g’seit." Aber bis dahin läuft noch viel Wasser durch Rulantica.

Helmut Schlitter: Bevor man auf die Barrikaden geht und schwere Geschütze auffährt, hätte man zuerst mal die ersten Entwürfe abwarten sollen.

Susi Gottwald: Eine wunderbare Nachricht für alle "Krakeeler", den Taubergießen und für den Naturschutz im Allgemeinen.

Marcel Beyer: Von Kehrtwende kann keine Rede sein (...). Die Herren nehmen ihr Projekt aus der Schusslinie und drosseln das Tempo, mehr nicht.

Eberhard Hummel: Erst einmal tatsächlich eine gute Nachricht, die näherer Betrachtung aber nicht standhält (...). Das Einzige, was man wohl eingesehen hat, ist, dass man zu früh an die Öffentlichkeit gegangen ist. Und nun weitere schlechte Publicity fürchtet. Man wird wohl beim zweiten Anlauf "vernünftiger und schlauer" sein, und das Verfahren so lange als möglich im vor der Öffentlichkeit Verborgenen vorantreiben. Ich hoffe, die Naturschutzverbände werden den Europa-Park in Argusaugen behalten.

Manuel Rosenthal-Schöpflin: Das war zu erwarten. Da haben sich die ganzen Lautsprecher und Krakeeler grundlos künstlich echauffiert.

Frank Mezes: Die Alternative wären Elektroflugzeuge, da wären alle bedient.