Yoga

So wird das erste Dreiland-Yogafestival in der Basler Aktienmühle

Daniela Gschweng

Von Daniela Gschweng

Do, 11. Oktober 2018 um 10:15 Uhr

Basel

Herabschauender Hund und Shavasana: Drei Yogalehrerinnen organisieren in der Basler Aktienmühle das erste Dreiland-Yogafestival. Es sind unbekannte Arten zu entdecken.

Mehr als 100 Menschen werden sich am Samstag, 13. Oktober 2018, in der Basler Aktienmühle verbiegen, dass die Schwarte kracht. Beim ersten Dreiland-Yogafestival geht es dort einen ganzen Tag lang nur um Yoga. Mit dieser Veranstaltung haben die Organisatorinnen Jasmin Leber aus Weil am Rhein, Sarah Zürcher aus Basel und Ophelie Cabanero aus Mulhouse einen Nerv getroffen. Yogabegeisterte aus der Region griffen so schnell zu, dass die Tickets bereits Ende September ausverkauft waren.

Auch unbekannte Yoga-Arten

"Am meisten freue ich darauf, selbst meine Yogastunde zu unterrichten", sagt Leber, die in Weil und Lörrach Yoga unterrichtet. Für das Festival hat sie Katonah Yoga eingeplant, eine aus New York stammende und hier noch relativ unbekannte Yogaform. Sarah Zürcher dagegen schwört auf Yoga bei lauter Musik, genannt Inside Flow.

So trinational wie die Veranstalterinnen ist auch das Festival. Auf große Namen der Szene haben die Organisatorinnen verzichtet und stattdessen bei Yogastudios und Massagetherapeuten im Dreiland angefragt. Zehn Yogaklassen und sieben Workshops stehen auf dem Programm. Darunter klassische Yogastunden auf Englisch und Deutsch für Neugierige und Versierte sowie eher unbekannte Yogaströmungen. Strapazierte Muskeln können die Teilnehmer bei Shiatsu, Thai- oder balinesischer Massage lockern. Dazu gibt es Möglichkeiten, sich in den Pausen auszutauschen, Yogakleidung zu kaufen und ein Abendprogramm im Turbinenhaus der Aktienmühle.

Für Zehen und auf einem Surfbrett

Einige der überraschenderen Programmpunkte kommen aus Lörrach. Toega zum Beispiel, das ist Zehen-Yoga für geplagte Füße, unterrichtet von Lorina Brugger. Oder SUP-Yoga, bei dem Yogaübungen auf einem Surfbrett ausgeführt werden. Im Sommer trainiert SUP-Trainer und Yogalehrer Lars Hauschting damit auf dem Altrhein, für Drinnen gibt es spezielle Yoga-Boards mit abgerundetem Boden. Wie auf einem Wackelbrett ist dabei Balance gefragt – ein intensives Workout, das die Tiefenmuskulatur stärkt. Kennengelernt hat sich das Organisatorinnen-Trio erst vor einigen Monaten, natürlich bei der Yogastunde. Zunächst ging es nur darum, wie sich die drei Yogalehrerinnen gegenseitig in Workshops und Yogaklassen unterstützen können. Daraus entstand schnell die Idee einer größeren Veranstaltung. Alle drei besuchen selbst gerne Yogafestivals, um sich auszutauschen und Neues zu lernen. Bisher mussten sie dafür allerdings weite Strecken in Kauf nehmen.

Verein gegründet, Festival organisiert

Was macht man, wenn es vor Ort kein Yogafestival gibt und man hätte gerne eines? Leber, Zürcher und Cabanero gründeten den Verein Dreilandyoga, der das Festival ausrichtet, und fingen an zu organisieren. Die Idee: eine Veranstaltung, die über die Yogamatte hinaus möglichst Viele anspricht, in verschiedenen Sprachen und aus mehreren Ländern. Dazu ein Vernetzungstreffen für alle, die sonst zu Hause oder im Studio Yoga machen. Mit der Aktienmühle fand sich schnell ein passender Veranstaltungsort mit geeigneten Räumen, mit Weleda ein Sponsor, und am Ende meldeten sich mehr Trainer und Teilnehmer, als die Veranstalterinnen unterbringen konnten. Acht Tickets legte Dreilandyoga wegen großer Nachfrage deshalb noch drauf. Eine runde Sache, denn die Zahl 108 hat im Yoga eine besondere Bedeutung: Die hinduistische Gebetskette Mala hat 108 Perlen. Schließlich geht es nicht nur ums Turnen, sondern um Körper und Geist.
Mehr Informationen unter dreilandyoga.com