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29. November 2011

Adolf Salb ist seit 50 Jahren Metzgermeister

Diamantener Meisterbrief.

SÖLDEN. Stolz und sichtlich gerührt blickt der Fleischermeister Adolf Salb auf seinen Diamantenen Meisterbrief, den er jetzt für 50 Jahre Metzgermeistertätigkeit von der Handwerkskammer Freiburg verliehen bekam.

Adolf Salb, gebürtiger Söldner, ist in der Landwirtschaft aufgewachsen. Bereits sein Vater schlachtete selbst, wenn auch nur als Hobby. Gelernt hat der 73-Jährige sein Handwerk in Bollschweil, durchwanderte danach einige Betriebe und legte 1961 seine Meisterprüfung ab. 1971 eröffnete er in seinem Heimatdorf Sölden gemeinsam mit seiner Frau Brigitte eine Metzgerei. Da das Geschäft sehr gut lief, kauften sie 1985 das Nachbargrundstück dazu und erweiterten und modernisierten Geschäft und Betriebsräume. Nachdem Brigitte Salb aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit in der Metzgerei aufgeben musste, übernahm im Jahr 2000 der gemeinsame Sohn Markus den Betrieb, welchen er 2003 abermals umbaute und modernisierte. In diesem Jahr feiert die Metzgerei Salb ihr 40-jähriges Bestehen.

Wie Adolf Salb berichtet, hat sich in seinem Arbeitsleben viel verändert. Bevor er sich mit seiner Metzgerei selbständig machte, fuhr er vor allem zu den Leuten in der Region nach Hause, um Hausschlachtungen vorzunehmen, "da war das auch noch Sitte, heute gibt es das gar nicht mehr." Heutzutage ist es sogar ungewöhnlich, dass überhaupt noch in der Metzgerei geschlachtet wird, sodass für die Bezeichnung Metzger mittlerweile der Begriff Fleischermeister eingeführt wurde. Für gewöhnlich werden die Tiere in großen Schlachthöfen getötet und zum Teil bereits zerlegt an die Fleischverkäufer geliefert. Fleischermeister lernen das Schlachten meist gar nicht mehr, sondern nur die Produktion.

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Die Metzgerei Salb konnte sich aber durch Umbau und Modernisierung die Genehmigung für Eigenschlachtungen erhalten, worüber die Kleinbauern der Region laut Adolf Salb sehr froh sind, da sich die Aufzucht und Mästung sonst gar nicht lohnen würde, weil sie im Schlachthof zu wenig für ihre Tiere gezahlt bekämen. Weiter berichtet Salb Senior, dass die Leute früher noch alles vom Tier gegessen haben. Heutzutage werden hingegen nur noch die besten Teile verkauft, wodurch einige Edelteile für Rouladen, Steaks oder auch Speck zur Herstellung von Wurst sogar noch zugekauft werden müssen, da der Bedarf durch die einmal wöchentlich stattfindende Eigenschlachtung der Metzgerei nicht gedeckt werden kann. Aber auch die Zukäufe macht die Metzgerei Salb nur in der näheren Umgebung wie Heitersheim, St. Ulrich, Bollschweil und Horben. Großvieh gibt es allerdings wenig in der Region, das wird aus dem Wiesental oder dem Münstertal von Kleinbauern bezogen. Die Schafe hingegen werden direkt vom Bruder im Ort geliefert. Adolf Salb will noch so lange es geht im Geschäft tätig bleiben, denn seine Arbeit macht ihm Spaß und er ist dankbar für die treuen Kunden.

Autor: Nicole Rosenthal