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21. Dezember 2011
Ein sonderbares Serum
Die Söldener Laienschauspieler führten die Komödie "Der verrückte Professor" auf.
SÖLDEN. Großer Besucherandrang herrschte – wie in jedem Jahr – beim Theaterabend der Vereinsgemeinschaft Sölden in der Saalenberghalle. Die Laienschauspieler spielten die Komödie "Der verrückte Professor". Regie führte in bewährt gekonnter Art Sylvia Baumann, die auch im Stück zusätzlich die Rolle der vornehmen Charlotte Müller übernommen hatte.
Diese gehört zu einem Kreis von Patienten, die sich für eine medizinische Testreihe beworben haben. Der verrückte Professor – eigentlich nur Apotheker und genial gespielt von Adrian Weishaar – ist besessen von der Idee ein Serum zu erfinden, welches den Schweißgeruch bei Menschen komplett unterbindet. Nach mehreren gescheiterten Versuchen bei Ratten und Mäusen will der vermeintliche Professor Patienten für eine freiwillige Testreihe gewinnen. Doch durch ein Missgeschick verwechselt seine Frau Martha – charakterstark gespielt von Angelika Raichle – die Medikamente, die mit starken Hormonen versetzt sind und es kommt in der angeblichen "Praxis" zum Vergnügen des Publikums zu auffälligen Veränderungen bei Versuchspatienten. Diese sind die resolute Paula Sagemiehl (Theresia Hog), ihr trotteliger Mann Freddy Sagemiel (Rainer Hug) sowie die Tochter Tiffy (gespielt von Bühnendebütantin Silke Häringer) und der sich in Geldnöten befindliche Phillip Renken (Esteban Groß). Nur der linkische Wilko Meiners (dargestellt vom neuen Bühnentalent Ronny Breitkreuz) passt nicht so genau in die Versuchsreihe, denn er ist wegen seiner Zahnschmerzen gekommen.Werbung
Bald gerät alles aus den Fugen, und als die Lage zu eskalieren droht, wird durch Zufall ein völlig natürliches Gegenmittel gefunden und es besteht Hoffnung auf ein Happy End, doch der Doktor selbst hat auch von dem Serum probiert und die unterhaltsame Komödie endete als "Rocky Horror Picture Show".
Das gesamte Laienensemble zeigte an diesem Abend ganzes Können und Textsicherheit in diesem turbulenten lustigen Stück in drei Akten. Die Charaktere wurden in Mimik und Gestik sehr zur Freude des Publikums von den Laienspielern ausgezeichnet und treffend gespielt, mehrfach erhielten die Spieler Szenenapplaus. Dies zu verdanken galt vor allem auch der Regisseurin Silvia Baumann, die wieder einmal bei der Gestaltung des Bühnenbildes, der Inszenierung und der Besetzung der Rollen zur Freude des Publikums eine glückliche Hand gezeigt hatte.
Unterstützt wurde sie vom Team hinter der Bühne. Für die Maske zeichnete verantwortlich Marie-Luise Stecker sowie die Souffleusen Isabelle Tritschler und Tina Jehle sowie in bewährter Art für die Technik Daniel Fehrenbach. Der Abend wurde ausgerichtet vom Musikverein, der Freiwilligen Feuerwehr Sölden und den Bürgle-Hexen.
Autor: Beatrice Scherer
