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22. November 2011
Sölden surft bald schneller im Netz
Verträge mit der Telekom sind unter Dach und Fach.
SÖLDEN (msr). Auch in Sölden kann man bald mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen. Nachdem die Verträge mit der Telekom über die Einrichtung eines DSL-Anschlusses unter Dach und Fach sind, können bald die letzten Bauarbeiten beginnen. Bürgermeister Markus Rees hofft, dass die diese bis zum kommenden Frühjahr beendet sein werden.
Bislang ist Sölden noch ein weißer Fleck auf der Landkarte, zumindest auf dem offiziellen Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort sind alle Orte aufgeführt, die über einen schnellen DSL-Anschluss Zugang zum Internet haben. In Sölden surfen Behörden wie Bürger bislang aber höchstens mit antiquierten 1000 Kilobit, oft wird nicht einmal dieser Wert erreicht. "Das ist fast die Geschwindigkeit, die man früher mit einem Modem erreicht hat", erklärt Rees. In Zeiten von Youtube und Online-Mediatheken reichen solche Geschwindigkeiten aber nicht mehr aus, weshalb Sölden jetzt einen Vertrag mit der Telekom geschlossen hat, der die Gemeinde im nächsten Jahr ans DSL-Netz anschließen wird. Obwohl die dafür notwendigen Glasfaserkabel bereits verlegt wurden (wir berichteten), sind aber trotzdem noch umfangreiche Baumaßnahmen notwendig. Zunächst müssen zwei große Verteilerkästen gebaut werden – einmal in der Herrgasse im Bereich des Ortseingangs und einmal vor der Grundschule. Diese Verteilerkästen speisen das DSL dann über die bestehenden Kupferleitungen in das Netz der Gemeinde ein. Die Arbeiten übernimmt die Telekom kostenlos, bekommt dafür aber auch für sieben Jahre die Nutzungsrechte zugesichert.
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Der zu erwartende Geschwindigkeitszuwachs im Internet ist enorm. Zwischen 25 000 und 50 000 Kilobit sind damit jetzt theoretisch möglich. Da die Kupferleitungen, über die das DSL in die Wohnungen kommt, eine gewisse Dämpfung haben, wird es auf der Strecke aber einen Verlust an Geschwindigkeit geben. Das heißt, je näher man an den Verteilerkästen wohnt, desto schneller wird der eigene Internetanschluss sein. Aber auch diejenigen, die weiter außerhalb wohnen, können laut Rees damit rechnen, dass ihnen immer noch schnelle 16 000 Kilobit zur Verfügung stehen. "Damit kann man dann auch online Fernsehen schauen", betont Rees.
Auch wenn der Anschluss an das DSL-Netz von der Telekom bewerkstelligt wird, ist man später nicht unbedingt an den Bonner Konzern gebunden, sondern kann auch einen anderen Provider auswählen – vorausgesetzt, dieser bietet seine Dienste dann auch in Sölden an.
Auch in der Nachbargemeinden Wittnau kommen die Planungen für den Anschluss an das DSL-Netz in die entscheidende Phase. Nachdem die Gemeinde sich zusammen mit Sölden an der Verlegung der Glasfaserkabel beteiligt hat, muss nun noch die offizielle Ausschreibung zum Anschluss an das Netz erfolgen. Ob diese Arbeiten dann, wie in Sölden, auch von der Telekom erledigt werden, steht demnach erst nach Ende der Ausschreibungsfrist und einem Beschluss des Gemeinderats fest.
Autor: msr
