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31. Januar 2012

Viel Geld für die Gasse

Sölden beschließt Haushalt mit positiver Zuführung / Investiert wird in die Straßensanierung.

  1. 444000 Euro wird allein der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Herrgasse kosten. Foto: BZ-Archiv/Bury

SÖLDEN. Negativergebnis war gestern: 2012 kann die Gemeinde wieder einen Überschuss im Verwaltungshaushalt erwirtschaften. 110 460 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt und stehen damit für Investitionen zur Verfügung. Das Geld wird auch dringend gebraucht, steht doch in diesem Jahr die aufwändige und kostspielige Sanierung der Herrgasse auf dem Programm. Mit Kosten von 444 000 Euro wird dieses Projekt allein 78 Prozent des Vermögenshaushalts ausmachen.

Dieser hat ein Volumen von 570 000 Euro, die Höhe des Verwaltungshaushalts beträgt 2,196 Millionen Euro. Rechnungsamtsleiterin Doris Ebner rechnet im Verwaltungshaushalt mit 65 000 Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer, 142 0000 Euro aus der Grundsteuer B und 557 000 Euro aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer . Die Schlüsselzuweisungen betragen 341 350 Euro. Auf der Ausgabenseite schlagen die FAG-Umlage mit 220 490 Euro und die Kreisumlage mit 335 490 Euro zu Buche. Die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft Hexental beträgt knapp 109 000 Euro und ist damit gleich hoch wie 2011. Mit 316 000 Euro erhöhen sich die Personalausgaben unter anderem aufgrund von Tariferhöhungen um 12 000 Euro.

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Als Kostenausgleich für auswärtige Kinder, die das Söldener Kinderbetreuungsangebot in Anspruch nehmen, wird die Gemeinden anderen Kommunen insgesamt 20 000 Euro in Rechnung stellen. Im Gegenzug dazu aber muss die Gemeinde selbst für Kinder bezahlen, die Einrichtungen außerhalb besuchen. Dazu kommt der Zuschuss an die katholische Pfarrgemeinde, die Träger des Kindergartens ist, so dass die Ausgaben für die Kindergartenförderung zusammen 190 000 Euro betragen. Der erhöhte Zuschuss vom Land beläuft sich auf knapp über 140 000 Euro.

Größter Batzen im Vermögenshaushalt ist die Sanierung der Herrgasse. Hier muss nicht nur in eine neue Fahrbahn, sondern auch in neue Abwasserleitungen investiert werden. Zudem muss die 100 Jahre alte Wasserleitung ersetzt und die Straßenbeleuchtung modernisiert werden. Im ersten Bauabschnitt sollen 444 000 Euro ausgegeben werden. Die Kosten für den zweiten und dritten Bauabschnitt betragen nochmals 460 000 Euro. 100 000 Euro stehen im Haushalt für den Erwerb des Grundstücks im Gebiet "Zweigacker", auf dem ein neuer Bauhof errichtet werden soll. 5000 Euro wurden als Planungsrate für dieses Vorhaben eingestellt. Für den Friedhof ist die Errichtung von Urnengräbern (7000 Euro) eingeplant, weitere 13 500 Euro werden in die Ausstattung von Rathaus und Feuerwehr investiert. Zudem werden Schulden in Höhe von 20 280 Euro getilgt. Sölden hat damit noch Verbindlichkeiten von 344 570 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird Ende des Jahres 290 Euro betragen. Im Vorjahr waren es 307 Euro.

Bezahlt werden sollen die Investitionen im Vermögenshaushalt zum einen durch die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt, zum anderen durch eine Entnahme aus den Rücklagen von knapp 250 000 Euro. Damit wird das Finanzpolster der Gemeinde am Ende des Jahres noch rund 190 000 Euro betragen. Zudem ist Sölden für die Verwirklichung seiner Vorhaben auf Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock (75 000 Euro) und dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ebenfalls 75 000 Euro) angewiesen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Zuweisungen auch kommen werden", sagte Bürgermeister Markus Rees in der Ratssitzung.

Neben der Sanierung der Herrgasse wird der Neubau des Bauhofs das bestimmende Thema der Finanzplanung der nächsten Jahre sein. Auf rund 300 000 Euro werden diese Kosten geschätzt.



Autor: Tanja Bury