Seilbahn-Pläne des Europaparks

"Soll ich eine persönliche Einladung des französischen Präsidenten ausschlagen?"

dpa

Von dpa

Di, 11. Dezember 2018 um 09:39 Uhr

Rust

Der Geschäftsführer des Europa-Parks Michael Mack hat sein Vorgehen bei der umstrittenen Seilbahn von Rust ins Elsass verteidigt. Die Pläne liegen nun auf Eis – Macron aber sei "euphorisch" gewesen.

Der Geschäftsführer des Europa-Parks in Rust bei Freiburg, Michael Mack, hat sein Vorgehen bei den umstrittenen Plänen einer Seilbahn nach Frankreich verteidigt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe bei seinem Besuch in Straßburg darüber reden wollen. "Mir war das eigentlich zu früh", sagte Mack der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" am Dienstag. "Aber soll ich eine persönliche Einladung des französischen Präsidenten ausschlagen?"

"Macron war geradezu euphorisch", Michael Mack, Geschäftsführer des Europa-Parks
Die Pläne zum Bau der Seilbahn waren Anfang November bekanntgeworden. Der Freizeitpark hatte sie zuvor in Straßburg Macron und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vorgestellt. Macron hatte sie danach publik gemacht.

"Macron war geradezu euphorisch", sagte Mack den Blättern. "Aber auch bei diesen Gesprächen wurden weder Entscheidungen noch Vorfestlegungen getroffen - in keiner Weise." Die Pläne waren auf deutscher Seite bei Naturschützern auf Kritik gestoßen.

Die Seilbahn über den Rhein, die das deutsche Rust mit dem nicht weit entfernten Elsass verbinden soll, würde über das Naturschutzgebiet Taubergießen führen. Das gilt den Angaben zufolge als besonders schützenswert.

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