Solostück "Basst scho" schafft es auf Platz eins

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Mi, 24. Oktober 2018

Dachsberg

Beim Wunschkonzert des Musikvereins Urberg können die Zuhörer über das Programm bestimmen / Erlös für die Jugendausbildung.

DACHSBERG. Beste Stimmung herrschte wieder beim Wunschkonzert des Musikvereins Urberg im Urberger Gemeinschaftsraum. 12 Titel waren ins Rennen gegangen, die Freunde und Gönner des Musikvereins hatten gewählt. Den ersten Platz in der Wunschliste belegte schließlich wie so oft ein Solostück. Das Bass-Solo "Basst scho", gespielt vom frischgebackenen Familienvater Markus Böhler, war 36 Mal gewünscht worden. Um diesen Gewinnertitel aber zu hören, mussten die Besucher schon bis zum Schluss ausharren, denn wie gewohnt erklangen die Stücke in umgekehrter Reihenfolge ihrer Wahlergebnisse.

Das Publikum indes wurde des Wartens keineswegs überdrüssig. Bereits gegen 19 Uhr hatte sich der Gemeinschaftsraum mit Gästen und Musikern gefüllt, die angebotene Badische Schlachtplatte fand regen Zuspruch. Um 20 Uhr startete Dirigentin Elke Stich dann vor den voll besetzten Bänken das Wunschkonzert, dessen Erlös wie immer der Jugendausbildung zugute kommt. Durchs Programm führte der Vorsitzende des Musikvereins, Martin Muchenberger. Es erklang zunächst die Erkennungsmelodie des Grand Prix der Volksmusik "So schön ist Blasmusik", gefolgt von "Mit Herz dabei", einem Titel von Alexander Pfluger und seinen Schwindligen 15, bei dem das Publikum bereits begeistert mitklatschte.

Der "Scherzachtaler Musikantenmarsch" und die "Polka ins Glück", ebenfalls ein Stück der Scherzachtaler, bildeten den Anschluss. Mit "Salemonia", dem bekannten Konzertmarsch aus der Feder von Kurt Gäble, kamen auch charakteristische Klänge der modernen Blasmusik ins Spiel. Hierauf folgten unvergessene Hits der 80er Jahre unter dem Titel "Eighties Flashback" sowie Alltagsgeschichten aus Italien mit "Storie di Tutti i Giorni".

In der Folge mischten sich wieder Volksmusikklänge unter die Platzierungen. Zunächst erklang "Gute Freunde", ein Erfolgstitel der Viller Spatzen und zugleich ein Paradestück für das solistische Tenorhorn- und Baritonregister. Jules Vernes Visionen ließen grüßen bei "Around the World in 80 Days", und Vizedirigent Charly Haselwander griff zum Taktstock bei "B wie Böhmisch". Wie immer lag das Gesangsstück mit Vera und Uli weit vorne in der Wertung. Ihr "Wind of Change", die Rockballade der Scorpions, erreichte Platz zwei.

In der in der Mitte der Rangliste eingefügten Pause hatte Martin Muchenberger dem Publikum die Quizfrage gestellt, wie viele Wörter die 527 Seiten umfassende gedruckte Chronik des Musikvereins Urberg enthält. Daraufhin entwickelte sich ein munteres Schätzen und Raten. Etliche Zuhörer griffen auch zu Hilfsmitteln wie dem im Smartphone integrierten Taschenrechner, um anhand von Seitenzahl, geschätzten Zeilen pro Seite und vermuteten Wörtern pro Zeile auf einen Näherungswert zu kommen. Der Sieger verfehlte die korrekte Anzahl von 157 839 Wörtern letztlich nur ganz knapp und konnte seine Flasche Wein in Empfang nehmen.

Den Geschenkkorb für die richtige Schätzung der abgegebenen Siegerstimmen errang Bettina Ebner.

Mit der "Böhmischen Liebe" verabschiedete sich der Musikverein, das Publikum indes verlangte nach weiteren Zugaben, so dass auch noch die "Polka mit Herz" und schließlich noch die "Kuschelpolka" erklangen.