Schwierige Bedingungen für die Segelflieger über Pfingsten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 29. Mai 2012

Sonstige Sportarten

Lediglich zwei Flugtage zum Auftakt des 49. internationalen Segelflugwettbewerbs der LG Hotzenwald / Lokalmatador Frieder Göltenbott gewinnt zweimal.

SEGELFLIEGEN (BZ). Voller Hoffnung auf ein gutes Gelingen startete am vergangenen Samstag der 49. internationale Segelflugwettbewerb der LG Hotzenwald in Hütten. Die 34 gemeldeten Piloten kreisten planmäßig gegen 13 Uhr über dem Hornbergbecken und erwarteten das Startsignal. Dass am Abend lediglich zwei Piloten aus der Offenen Klasse die Strecke schafften, war nicht vorhersehbar gewesen, die Flugbedingungen waren am ersten Wettbewerbstag schwieriger als angenommen.

"Der Tagessieg in der Offenen Klasse ging am ersten Wettbewerbstag an Jutta Scholz und Steffen Baitinger im Duo Discus B4, Akaflieg Stuttgart", meldete Marcus Neubronner, der diesjährige Wettbewerbsleiter, am Abend. Er ist der Nachfolger von Frieder Göttenbott und Vorjahressieger in der Einsitzerklasse. Auf Platz zwei kam Rudolf Schmillen (SFG Markdorf) in einer Discus 2cT.

Nach einem enttäuschenden Wettbewerbsauftakt wurden für den Pfingstsonntag die Segel gleich morgens gestrichen, da fehlende Thermik ein Wettbewerbsfliegen unmöglich gemacht hatte. "Es ist zwar kein starker Regen, aber zum Fliegen zu viel. Wettbewerbsflüge sind heute unmöglich", musste Neubronner mitteilen. Dass die Piloten danach aber hoffnungsvoll in den Pfingstmontag gingen, lohnte sich: Meteorologe Manfred Reiber hob jedenfalls den Daumen.

Bei strahlendem Sonnenschein schickten die Schlepp-Flugzeuge die Piloten gegen 12 Uhr auf die Reise. Vom Hornbergbecken ging es in den Schweizer Jura nach Wisenberg, und von dort aus nach La Tourne über Schupfart und Winzeln wieder zurück nach Hütten. Um 19.22 Uhr teilte Marcus Neubronner folgendes Ergebnis fest: Tagessieger in der Offenen Klasse wurden Helge Loschan und Rudolf Drescher (SFG Reiselfingen), die eine Strecke von 490,7 Kilometern in fünf Stunden und zwei Minuten zurücklegten und somit eine mittlere Geschwindigkeit von 97,3 Stundenkilometern erreicht hatten.

In der Einsitzerklasse hatte es zum Auftakt am Samstag einen Doppelerfolg zweier einheimischer Piloten gegeben. Bei guten Witterungsbedingungen behauptete sich Lokalmatador Frieder Göltenbott in der 15-Meter-Klasse mit seiner Cirrus WL nach einer Distanz von 324,6 Kilometern nach 11:19,33 Stunden vor seinem Vereinskollegen Pascal Kaiser, der für die 326,8 Kilometer mit seiner Discus eine Zeit von 11:28,06 Stunden benötigte.

Ebenfalls auf große Entfernungen kamen Bernhard Scheiff (LSV Bonn/Breisgauverein), der als Dritter mit einer LS 1-dx 10:48,33 Stunden lang unterwegs war und dabei 285,3 Kilometer absolvierte, und Christoph Loy. Der Pilot der SG Freiburg schaffte mit seiner LS-8 genau 246,9 Kilometer in 11:52,22 Stunden.

Nach dem am Boden verbrachten Sonntag punktete am Pfingstmontag erneut Frieder Göltenbott von der LG Hotzenwald mit einer Strecke von 398,5 Kilometern in vier Stunden und 23 Minuten. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88,5 Stundenkilometern trug er den Tagessieg davon.