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12. Juni 2012

Spielen verbindet die Baar

15 000 Besucher vergnügen sich in Hüfingen und Bräunlingen auf der längsten Spielstraße Baden-Württembergs.

  1. Foto: www.sigwart-photo.de

  2. Ob auf der Rutschbahn, beim Tipp-Kick-Spiel, beim Treffen mit Maskottchen oder beim Spiel mit Seifenblasen – Besucher aller Altersklassen amüsierten sich beim Spieletag vortrefflich Foto: SIGWART

  3. Foto: www.sigwart-photo.de

  4. Foto: www.sigwart-photo.de

HÜFINGEN/BRÄUNLINGEN (wbu/gle). Kinderlachen statt ratternder Lastwagen, Kinderwagen und Tretroller, wo sonst Autokolonnen rollen. Sehr ungewöhnlich ging es am Sonntag zwischen Hüfingen und Bräunlingen zu. Tausende aus dem Baargebiet und weit darüber hinaus kamen auf die längste Spaßmeile des Jahres. Die Spielstraße zu den Heimattagen zog unzählige Menschen, Omas und Opas, Mütter und Väter mit ihren Enkeln und Kindern an. Nach Schätzungen der Organisatoren waren es an die 15 000 Besucher.

Die Städte Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen hatten vieles zu bieten. Unmöglich für die Besucher, alles zu erleben. In Bräunlingen erwartete die jüngsten Gäste ein abwechslungsreicher Parcours mit Spielangeboten – von Playmobil über Märklinzüge, vom Segway fahren bis zur Bastelaktion beim Kids-Club.

In Hüfingen tat sich eine wahre Festmeile auf. Allein Mariahof zeigte sich im idyllischen Park des Fürstlich Fürstenbergischen Altenpflegeheimes auf mehreren hundert Quadratmetern als Insel der Genüsse. Der TuS Hüfingen präsentierte sich am Eingang zum Bregparkpatz mit einem stark besuchten Volleyballfeld und motorisch anspruchsvollen Zweimann-Skiern.

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Von der Maskottchenparade bis zum Städtewettbewerb

Die Feuerwehren des Städtedreiecks parkten ihren imposanten Fuhr- und Technikpark auf dem ZG-Gelände. Faszinierte Kinderaugen blickten aus den Fahrerkabinen der roten Einsatzfahrzeuge. Lange Kinderschlangen gab es beim Feuerwehrschlauch, den es mit fachkundiger Begleitung der Feuerwehrmänner alleine zu bedienen galt. Kinderschminken, Kamele reiten, Goldschürfen, Stelzenlaufen und vieles mehr rundeten das Unterhaltungsangebot ab.

Im Hüfinger Rathaus konnte man nicht nur Casinoluft schnuppern, sondern sich im Wettkampf mit seinen Kindern an diversen Computerspielen versuchen. Wer nicht mehr spielen wollte, gönnte sich an der großen Showbühne im Schlosspark eine Ruhepause. Und wer alles ganz gemütlich betrachten wollte, der setzte sich in das Zäpfle-Bähnle und erkundete die Vielfalt der Heimattage-Spielstraße im Zugabteil. Noch etwas trug zur Begeisterung bei: Alle Spiele und Unterhaltungsangebote waren kostenlos.

Eine gelungene Auftaktparade durch Hüfingens Innenstadt setzte den richtigen Akzent zur Eröffnung des Heimattage-Leuchtturms "Baden-Württemberg spielt und läuft". So eine bunte Parade mit 750 Kindern und knapp 20 großen pummeligen Maskottchen hat es im Städtedreieck noch nie gegeben. Dementsprechend wurden die fantasievollen Teilnehmer aus der Region mit Spannung von einer großen Zuschauermenge zwischen Bahnhof und Rathaus in freudiger Stimmung erwartet.

Vertreten war auch das Staatsministerium Baden-Württemberg – in Form eines lebensgroßen gelben Hirsches und Adlers, den Wappentieren des Landes, als liebenswerte Maskottchen. Zahlenmäßig gut vertreten waren die Hüfinger Kindergärten samt Ortsteile, wobei sich Kinder und Eltern an einem meterlangen blauen Stoffband links und rechts festhielten und damit gekonnt das Motto "Ein Fluss verbindet" darstellten, ein Thema, das auch von anderen Umzugsteilnehmern immer wieder aufgegriffen wurde.

Lustig reihten sich die ulkigen Maskottchen zwischen die Kindergruppen ein, die sich sehr fantasievoll präsentierten und gute Laune verbreiteten. Da marschierte der riesige Schwarzwald-Elch und eine Giraffe zwischen Jugendkapellen, fetzigen Trommlern und Radfahrergruppen, ein riesiger Hund und eine ebenso große Ameise zwischen Trachtengruppen und Kuckuckskindern, Urmel aus dem Eis und ein Pirat zwischen Römern aus Hüfingen und zahlreichen Fröschen aus Hausen vor Wald. Am Ende der Parade konnte zwei echte Kamele bewundert werden. Hunderte von Zuschauern verfolgten den einzigartigen Umzug.

Beim Gaudi-Wettstreit "Spiel ohne Grenzen" hatte am Ende Hüfingen die Nase vorn. Während sich die sechs Rathausmannschaften aus Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen mit Elan und körperlichem Einsatz um möglichst viele Punkte bemühten, kommentierte Moderator Kurt Kammerer schonungslos jede gezeigte Schwäche.

Übrigens: Die drei Bürgermeister der Heimattage-Städte zogen es vor, nur als Fans und Beifall spendende Unterstützer aufzutreten.

Autor: bz