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12. November 2017 13:04 Uhr

BZ hautnah

Spitzenköche plaudern auf der Plaza Culinaria mit BZ-Lesern über Genusswelten

Bis heute Abend um 20 Uhr bietet die Plaza Culinaria Spezialitäten aus aller Welt. BZ-Leserinnen und Leser konnten bereits am Samstag mit den Starköchen Meta Hiltebrand und Roland Trettl fachsimpeln.

  1. Starköchin Meta Hiltebrand im Gespräch mit BZ-Lesern Foto: Rita Eggstein

  2. Starkoch Roland Trettl bei der Arbeit – anschließend konnten die Leser mit ihm noch reden. Foto: Rita Eggstein

Auf einen Gin Tonic mit Meta Hildebrand an der Elizabeth Bar auf der Plaza Culinaria. Das erlebten zehn BZ-Leserinnen und Leser am Samstagabend in exklusiver Runde und hautnah.

Drei Berufe konnte sie sich in der Schule vorstellen, erzählt die Schweizerin. Aus der Mauerin und Floristin wurde nichts, aber als Köchin fühlte sie sich sofort wohl. Die heute 34-Jährige machte einen eher ungewöhnlichen, rasanten Aufstieg. "Als Küchenhilfe habe ich in drei Monaten vier Küchenchefs einarbeiten dürfen. Dann wurde ich selber zum Küchenchef ernannt", erzählt Hiltebrand, die in Zürich ein Restaurant leitet.

Induktion statt Gas bei der Herdwahl

Wie sieht ihre perfekte Küche aus?, will eine BZ-Leserin wissen. "Mir reichen vier Herdplatten und ein Backofen." Und kochen Sie mit Gas? "Ich war lange ein Fan vom Gasherd, bis ich mich heftig verbrannt habe", berichtet sie. Zu allem Überfluss schüttete ihr ein Koch einen Top heißes Wasser über Brust und Hüfte. "Das hat noch lange geschmerzt." Jetzt schwört sie auf Induktion. Die leichteren Töpfe helfen ihr auch dabei, einer Sehnenscheidenentzündung, die viele Köche haben, entgegenzuwirken.

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Als Küchenchefin im Kostüm und in der Küchenschlacht

Hiltebrand, die sich selbst als hyperaktiv und rastlos beschreibt, unterscheidet sich von anderen Starköchen. "Ich will Spaß haben, satt werden und Farben reinbringen", sagt sie. Und so verkleiden sich ihre Gäste auch mal mit Kostümen oder sie serviert ihre Gerichte direkt am Spieß, selbst als Wonder Woman verkleidet.

"Das ist eine ganz tolle Frau. Was sie erreicht hat und wie bodenständig und lässig sie drauf ist, ist faszinierend", sagt BZ-Leserin Petra Spilger die Hiltebrand aus der TV-Küchenschlacht kennt, und mit Mann und Enkel dabei ist.
Meta Hiltebrand ist heute von 15 bis 16 Uhr im Kochstudio in der Messehalle 4 zu sehen. Sie macht Kreationen mit Rote Beete und Wasabi.

Roland Trettl sieht sich selbst als Styler

Viele Feinschmecker kennen auch ihn aus dem Fernsehen. Nun sitzt Spitzenkoch Roland Trettl mit zehn BZ-Lesern hautnah an einem Bartisch im VIP-Bereich der Plaza Culinaria und erzählt vom Leben als etwas anderer Koch. Der Südtiroler ist einer, der die in der Gastronomie üblichen Konventionen in Frage stellt.

Der 46-Jährige sieht sich selbst als Styler und Designer. In Lebensmitteln sieht er auch Kunstprodukte. So durfte er einst Topmodels einkleiden und zwar mit Lachs- und Schweinehaut. "Viele Köche nehmen sich viel zu wichtig. Die lechzen nach Sternen weil ihr Ego so groß ist", sagt Trettl, der mit seinen früheren Restaurants auf Mallorca und in Salzburg immerhin selbst einen Michelin-Stern bekam.

Lieber Fernsehkoch als Restaurantbesitzer

Doch auf ein eigenes Restaurant hat er inzwischen keine Lust mehr, wie er den BZ-Lesern verrät: "Ich lass mir doch nicht freiwillig Bäume zwischen die Beinen legen", erklärt er die viel zu hohen bürokratischen Hürden. Und so dürfen sich seine deutschen Fans weiter freuen, ihn in Fernsehsendungen als Koch, Juror und Moderator zu erleben.

Was denn sein Lieblingsgericht sei, will eine Leserin wissen? Das hänge von der Temperatur, der Uhrzeit und der Umgebung a: ."Ich esse total gern Knödel, aber wenn ich in Sizilien bei 40 Grad am Strand liege, will ich was Anderes", antwortet er und fügt hinzu: "Wenn ich früher aus einem Club falle, will ich keinen Hummer, sondern einen Döner."

Ein Koch zum Anfassen

"Er ist genauso cool, wie ich ihn mir vorgestellt habe", sagt BZ-Leserin Angelina Schüle, die Trettl aus der Kochshow "The Taste" kennt. Und auch Familie Hirth, die in der kleinen Runde dabei ist, zeigt sich angetan: "Ein sehr angenehmer Typ, total entspannt und nicht so arrogant, wie viele andere Köche rüberkommen", sagt Mutter Susanne.

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Autor: vö