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12. August 2017 18:40 Uhr

Erste Runde im DFB-Pokal

0:4 gegen den BVB: Rielasingen-Arlen schlägt sich wacker

Der südbadische 1. FC Rielasingen-Arlen hat gegen Borussia Dortmund mit 0:4 verloren. Vor 22.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion schlug sich der Verbandsligist wacker, schaffte jedoch nicht ein Tor zu erzielen.

  1. Im Duell gegen die Großen: Der 1. FC Rielasingen-Arlen in rot bemühte sich gegen Borussia Dortmund (hier mit Aubameyang) vergeblich um ein Tor. Foto: dpa

  2. Im Duell gegen die Großen: Der 1. FC Rielasingen-Arlen in rot bemühte sich gegen Borussia Dortmund vergeblich um ein Tor. Foto: Michael Heuberger

  3. Freundliche Begrüßung der Fans des 1. FC Rielasingen für den BVB. Foto: dpa

Das Spiel des Jahres stand für den 1. FC Rielasingen-Arlen bevor. Nach dem 6:1-Erfolg über den VfR Hausen im Finale des südbadischen Verbandspokals loste die Glücksfee den Rielasingern Borussia Dortmund als Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals zu. Ein Sechstligist gegen den Titelverteidiger aus der ersten Bundesliga. Die Rielasinger kämpften beherzt, mussten sich aber letztlich dem Favoriten beugen und unterlagen mit 0:4.

Defensiv stabil stehen, das Spiel und das besondere DFB-Pokal-Flair genießen, mutig sein, sich nicht verstecken und möglichst lange die Null halten, so lauteten die Ziele vor dem Pokalmatch von Rielasingens Coach Jürgen Rittenauer. Einen eigenen Treffer gegen den Champions-League-Teilnehmer zu erzielen, das war der große Traum der Feierabend-Kicker vom Bodensee. Kein leichtes Unterfangen für den Sechstligisten vor der ungewohnten und beeindruckenden Kulisse von 22.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Schwarzwaldstadion.

Beim BVB war Dembélé nicht dabei

Beim BVB fehlte, wie angekündigt, der aus disziplinarischen Gründen suspendierte Ousmane Dembélé. Doch auch ohne den abwanderungswilligen Franzosen konnte der neue Dortmunder Trainer Peter Bosz eine mit Stars gespickte Elf auf den Rasen schicken, setzte unter anderem den im Sommer aus Freiburg in den Ruhrpott gewechselten Maximilian Philipp sowie Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang und Weltmeister André Schürrle.

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Der Plan der Rielasinger sollte zumindest elf Minuten lang aufgehen. In einer 5-4-1 Formation erwartete der Underdog den BVB, machte in der eigenen Hälfte die Räume eng und passte dennoch einen kurzen Moment nicht richtig auf. Der Dortmunder Jan-Niklas Beste schickte Nuri Sahin auf der rechten Seite lang, dessen Querpass fand im Fünfmeterraum Marc Bartra: 0:1 (12.). Doch wer nun glaubte, der Dortmunder Torreigen sollte beginnen, sah sich getäuscht.

Philipp verfehlte das Tor der Rielasinger

Der Sechstligist ließ sich von dem frühen Rückstand keineswegs entmutigen, stellte sich den Dortmundern vielmehr immer wieder in den Weg und wehrte sich tapfer. Der Ballbesitz sprach prozentual zwar klar für den Bundesligisten, doch fehlte es im Abschluss bei den Profis immer wieder an der nötigen Präzision. So verfehlte Philipp ein ums andere Mal mit seinen Fernschüssen das Tor oder fand in FC-Keeper Dennis Klose seinen Meister.

Einseitig gestaltete sich die Partie allerdings nicht, denn Rielasingen setzte immer wieder durch schnelle Konter Nadelstiche. So ging in der 27. Minute ein Raunen durchs Publikum, als eine Flanke von Rene Greuter keinen Abnehmer fand. Glück für den BVB. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem BVB schließlich das 2:0, Torhüter Klose hatte Philipp im Sechzehner gefoult, Aubameyang verwandelte den fälligen Elfmeter (41.). Ein Spaziergang war die Partie bis zu diesem Zeitpunkt jedoch keineswegs für die Profis, vielmehr verlangte Rielasingen dem Bundesligisten alles ab und verdiente sich den Respekt des Publikums.

Rielasingen wollte den Ehrentreffer

Auch in Hälfte zwei versteckte sich Rielasingen nicht, besaß kurz nach Wiederanpfiff zweimal in Person Frank Stark (51., 53.) die Chance zum Anschlusstreffer, um dann nach einem BVB-Konter das 0:3 zu kassieren. (55. Aubameyang). In der Folge agierte der Sechstligist offensiver, wollte diesen einen Treffer, eröffnete den Borussen dadurch aber auch Räume für eigene Offensivaktionen.

Torjäger Aubameyang erhöhte zehn Minuten vor dem Ende gar auf 4:0 (80.). Der Schlusspunkt einer abwechslungsreichen Partie. Die Akteure des 1. FC Rieasingen-Arlen hatten sich wacker geschlagen, lediglich der Ehrentreffer war ihnen verwehrt worden.

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Autor: Benedikt Hecht