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09. März 2010

Aufstiegsrundezug fährt ohne die USC-Frauen ab

Regionalliga-Basketballerinnen verlieren entscheidendes Spiel in Gerlingen / Dagegen darf Herdern noch vom Aufstieg träumen.

BASKETBALL (uwo). Die Regionalliga-Frauen des USC Freiburg haben den Zweitliga-Aufstieg verpasst. Sie unterlagen im entscheidenden Spiel bei der KSG Gerlingen mit 54:66 und haben nun keine Chance mehr unter die ersten zwei Teams und damit in die Aufstiegsrunde zu rutschen. Der Uniklub könnte noch mit Gerlingen gleichziehen, hat aber den direkten Vergleich verloren.

Letztlich versagten im entscheidenden Spiel die Nerven, denn über die gesamte Spielzeit erlaubte sich der USC II zu viele Ballverluste, zudem blieben zu viele Chancen ungenutzt. Nach "verschlafenem Beginn" (USC-Coach Sascha Bozic) lag der USC mit 13:20 hinten und kam auch bis zur Halbzeit (21:31) nicht näher. Der Grund: Kein Ausboxen, keine Fastbreakabsicherung. Und nach der Pause wurde es ärgerlich: Der USC musste seine Spielweise "aufgrund der Interpretation der Foulregel durch die Schiedsrichter umstellen", so Bozic. So lag die Foulverteilung am Ende bei 9:21; der USC erhielt 23 Freiwürfe weniger als der Gegner. "In der zweiten Halbzeit haben alle Spielerinnen gekämpft, und in der Verteidigung konnten wir Gerlingen zu Fehlern zwingen. Doch haben wir uns leider auch immer wieder einen kleinen Aussetzer geleistet, der eiskalt bestraft wurde", erklärte Bozic. Im Angriff sei es aufgrund der Schiedsrichterleistung "unmöglich" gewesen, "in unser Spiel zu finden". "Nun möchten wir noch im abschließenden Heimspiel durch einen Sieg gegen Möhringen einen versöhnlichen Saisonabschluss erzielen", so Bozic.

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Eine Niederlage kassierte auch die "Zweite" der USC-Männer. In Ladenburg unterlag der bereits aufgestiegene Oberligist überraschend mit 67:72. Im letzten Viertel konnte der USC II noch einmal auf fünf Zähler verkürzen, der Zehn-Punkte-Rückstand nach 30 Minuten war für die ungewohnt offensivschwachen Freiburger aber nicht mehr zu drehen.

Einen eindrucksvollen Sieg landete der TV Freiburg-Herdern im Oberliga-Heimspiel der Frauen gegen den USC Heidelberg II. "Superteamleistung", bilanzierte TV-Coach Michael Müller nach dem 104:39-Sieg. "Heidelberg agierte 40 Minuten lang chancenlos. Kein Land", hätten die Gäste gesehen. "Aufgrund unserer bärenstarken Verteidigung bekam Heidelberg kaum freie Schüsse gestattet, und das Centerquartett Vannier-Klein-Seither-Schirott ließ von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen, wer die Chefs unter den Körben sind", so Müller. Doch der Angriff stand in nichts nach. Stark verbessert", habe sich die Offense präsentiert. Nach Defensivrebound wurde blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Angetrieben von Aufbauspielerin Julia Mense hatte das zur Folge, dass Herdern spätestens ab der Mittellinie meistens eine Überzahlsituation kreieren konnte, die sehr oft mit einfachem Korblegern abgeschlossen wurden. "Gelang es Heidelberg unseren Fastbreak zu stoppen, was sehr selten der Fall war, gingen wir in ein geordnetes Offense-Setplay über, nachdem wir entweder einen freien Wurf hatten oder unsere Center frei am Brett standen", erklärte Müller. Bemerkenswert zudem, "dass wir 104 Punkte erzielt haben ohne einen einzigen Dreier". Mit dem Sieg hat sich der TV seine Aufstiegschance offen gehalten.

Allerdings wäre zunächst erste Voraussetzung, dass Karlsruhe sein letztes Spiel in Ladenburg verliert. Denn der USC Freiburg III konnte Herdern keine Schützenhilfe geben. Der Liga-Konkurrent schaffte beim Tabellenführer SSC Karlsruhe keine Überraschung und kam mit 38:66 unter die Räder. Bis zur Halbzeit (20:27) hielt das Lürken-Team den Rückstand im Rahmen, doch nach dem dritten Viertel, in dem nur vier Punkte gelangen, ging es nur noch um Schadensbegrenzung für den USC III, der in Johanna Neudörfler (9 Punkte) seine Topscorerin hatte.

Autor: uwo