Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
02. März 2010
Dem Oberliga-Team des USC Freiburg ist der Chefsessel sicher
Aufstieg in die Regionalliga vorzeitig perfekt / Regionalliga-Frauen auf Kurs zur Aufstiegsrunde / Freiburg-Herden unterliegt in einem "knüppelharten" Spiel.
BASKETBALL (uwo). Die Regionalliga-Frauen des USC Freiburg wurden im Heimspiel gegen den BV Linkenheim-Hochstetten vor keine Probleme gestellt. Freiburg gewann mit 95:47 und kann weiter vom Aufstieg träumen. Linkenheim, das mit der Niederlage auf den letzten Tabellenplatz rutschte, war mit lediglich sieben Spielerinnen angereist. In der ersten Halbzeit "konnten wir unsere Größenvorteile unter dem Brett nutzen und oft direkt am Korb punkten, und durch unsere zahlenmäßige Überlegenheit haben wir viele Überzahlspiele herausspielen können", so USC-Coach Sascha Bozic. Die Folge war eine klare Pausenführung (50:22). Danach lief es nicht mehr ganz so flüssig. Dennoch wurde auch Halbzeit zwei deutlich gewonnen (45:25). "Nach diesem Spiel gilt es nun die Konzentration auf das anstehende Spiel in Gerlingen zu lenken", so Bozic. Denn gegen den Tabellendritten, der USC ist momentan Zweiter, geht es a um die Vorentscheidung darüber, wer den Einzug in die Aufstiegsrunde schafft.
Werbung
Den Aufstieg bereits perfekt gemacht hat Bozic als Spieler – mit der Oberliga-Männerriege des USC Freiburg. Nach dem 91:74-Sieg gegen Rastatt-Rheinau und der gleichzeitigen Niederlage des ärgsten Verfolgers TSV Ettlingen (68:69 gegen Viernheim) ist der Uniklub nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Zwar könnten Heidelberg und Ettlingen noch gleichziehen, der USC II hat gegen beide Klubs aber den direkten Vergleich gewonnen und bliebe bei Punktgleichheit an der Spitze. Es war eine beeindruckende Saison der "Zweiten"; nur eine Niederlage, und die mit einem Punkt, kassierte der Regionalliga-Aufsteiger in bislang 19 Partien. "Man hatte fast nie das Gefühl, dass die Siege gefährdet sind. Manche Spiele waren bis zum dritten Viertel offen, aber spätestens im vierten haben wir sie dann meist klar für uns entschieden", erklärt USC-Coach Jerry Theunissen. Basis für die souveräne Saison: "Wir haben uns in der Verteidigung deutlich verbessert. Im Schnitt haben wir nur etwa 64 Punkte pro Spiel zugelassen." Dazu kam die Ausgeglichenheit des Kaders. "Die Last hat sich gut verteilt", sagt Theunissen. In den letzten drei Saisonspielen werde man nun "ein paar neue Sachen ausprobieren", während bereits die Planungen für die Regionalliga-Saison anlaufen werden.
In der Frauen-Oberliga unterlag der TV Freiburg-Herdern beim TSV Ettlingen mit 71:73 (13:15, 15:13, 24:22, 17:23); es war "ein spannendes und unschönes Spiel", so TV-Coach Michael Müller. Im gesamten Spielverlauf hatte sich kein Team entscheidend absetzen können. So verloren die Gäste durch zwei laut Müller "gravierende Fehlentscheidungen" der Referees. Die Gäste spielten effektiv in der Defense, zwangen Ettlingen zu einer schlechten Wurfauswahl. "Das war nahezu perfekt verteidigt. Aber in unserem Defenseverhalten lag auch gleichzeitig der spielentscheidende Fehler." (Müller). Denn der TV verpasste es oft durch zu schleppendes Umschalten, einfache Punkte der Gastgeberinnen zu verhindern. "Da waren wir zu langsam. Das hat uns den Sieg gekostet", so Müller, der sich über die Gangart beim Gegner echauffierte: Fouls seien durchaus ein taktisches Mittel, "um technische Schwächen zu kaschieren". Allerdings sei es zu weit gegangen: "Meine Spielerinnen mussten sich Tritten auf Knie und Knöchel, so wie gezielten Schlägen ins Gesicht erwehren", berichtet Müller. "Hoch anzurechen", sei seinem Team "dass es sich nicht auf dieses Niveau herabließ", sondern "anständig und tapfer verteidigte".
Autor: uwo
