Dem Weihnachtsschlendrian trotzen – und punkten

gg

Von gg

Fr, 15. Dezember 2017

USC Eisvögel

USC-Basketballerinnen vor der letzten Partie des Jahres in Speyer.

BASKETBALL (gg). Es ist das Erste und gleichzeitig in doppelter Hinsicht das Allerletzte: das Spiel der Zweitliga-Basketballerinnen des USC Freiburg am Samstagnachmittag (16.30 Uhr) beim TSV-Speyer-Schifferstadt. Die Eisvögel treten in Speyer zur ersten Partie der Rückrunde an. Zugleich ist das Spiel für beide Teams, also für den Tabellenzweiten aus Freiburg (16 Punkte aus zehn Spielen) sowie den Elften und damit Letzten der Tabelle (vier Punkte), der allerletzte Auftritt im Jahr 2017.

Pierre Hohn, Trainer der USC-Frauen, ist zwar erst 25 Jahre alt, aber das Weihnachtsphänomen im Basketball kennt er auch. Speziell bei jungen Teams, und die Eisvögel sind mit einem Durchschnittsalter von 19,2 Jahren ein solches, taucht es auf. Es besteht aus einer Mischung von Verspieltheit, Konzentrationsmangel und Vorfreude. Ein gefährlicher Mix für eine Mannschaft, die dringend auf Punkte angewiesen ist.

"Eigentlich sollten wir in Speyer klar gewinnen, wir haben ja auch schon das Hinspiel mit 79:48 für uns entschieden. Und da waren wir deutlich weniger eingespielt als jetzt", sagt der Coach. Aber das letzte Spiel vor Weihnachten hat es nun mal in sich. Oft ist festzustellen, dass ein Team zum Jahresabschluss in Schönheit sterben will, sich am eigenen Offensivspiel ergötzt, die Defensive vernachlässigt. Hinzu kommt Konzentrationsmangel: Die Gedanken mancher Spielerin weilen mehr bei den noch nicht getätigten Weihnachtseinkäufen als auf dem Spielfeld. Und dann ist da noch die Vorfreude: bei Schülerinnen und Studentinnen auf die Ferien, bei Profispielerinnen aus den USA – und davon hat der USC in Kelly Hughes und Kristen Gaffney zwei – auf den Kurzaufenthalt in der Heimat, ehe es weitergeht mit Training in Freiburg (2. Januar) und Pokal-Viertelfinal-Heimspiel gegen Erstliga-Team Keltern (7. Januar).

"Der Fokus aller Spielerinnen muss allein auf der Partie in Speyer liegen. Schließlich können wir uns nicht erlauben, noch ein Ziel nicht zu erreichen", sagt Pierre Hohn. Noch immer wurmt ihn, dass Bad Homburg durch den Last-Minute-Sieg in Freiburg höchstwahrscheinlich als Tabellenführer in die Weihnachtspause geht. Sein Team soll in Speyer jedenfalls alles geben, damit es nach dem Spiel nicht heißt: schöne Bescherung.