Der USC bleibt in akuter Abstiegsgefahr

Andreas Strepenick und Quirin Laun

Von Andreas Strepenick & Quirin Laun

Mo, 06. März 2017

USC Eisvögel

Die Erstliga-Basketballerinnen unterliegen Bad Aibling am drittletzten Spieltag klar mit 59:74.

BAD AIBLING. Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen stehen zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde mit dem Rücken zur Wand. Sie verloren auch das Auswärtsspiel in Bad Aibling mit 59:74 (16:22, 19:24, 12:13, 12:15). Nach 17 Jahren im Oberhaus droht nun der Abstieg.

Das wird jetzt ganz schwer für die Eisvögel: Die letzten Spiele gegen Nördlingen und das Liga-Schlusslicht Rotenburg-Scheeßel müssen aller Voraussicht nach unbedingt gewonnen werden. Am Samstag, 11. März, um 19.30 Uhr treten die TH Wohnbau Angels in der Freiburger Uni-Sporthalle an. Die endgültige Entscheidung könnte aber erst am allerletzten Spieltag fallen: bei der Auswärtspartie am Samstag, 18. März, um 19 Uhr gegen den Tabellenletzten Rotenburg. Über den Köpfen der Eisvögel schwebt dazu noch die Frage, ob der von der Liga verhängte Punktabzug wegen des angeblichen Einsatzes einer Nicht-EU-Ausländerin vor dem Schiedsgericht der Damen-Basketball-Bundesliga Bestand haben wird. Die Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen.

Dabei starteten die USC-Frauen stark in die Partie am Samstagabend gegen die Fireballs in Bad Aibling. Im so genannten Fire Dome führten sie nach zwei Spielminuten mit 7:0. Die von ihrer Verletzung genesene Kristen McCarthy hatte mit einem erfolgreich verwandelten Dreierwurf und einem Zweier gleich hinterher entscheidend dazu beigetragen. Doch die Führung sollte nicht lange Bestand haben. Schon am Ende des ersten Viertels lagen die Fireballs mit sechs Punkten vorn (22:16).

Im zweiten Durchgang gelang es dem Universitätsteam aus dem Breisgau abermals in Führung zu gehen. Auch mit einer starken Defense erreichte es in der zwölften Minute ein 23:22. Doch die Equipe von Chefcoach Sascha Bozic konnte sich danach nicht entscheidend absetzen, sondern verlor stattdessen den Faden. Zu viele riskante Bälle spielten die USC-Frauen, deckten ihre Gegnerinnen unzureichend, verhielten sich phasenweise auch ganz einfach zu statisch und zu passiv. Eine Elf-Punkte-Führung der Fireballs zur Pause war die Folge (46:35). Nach der Halbzeit kam Freiburg besser aus der Kabine, konnte bis zum 41:46 verkürzen (24.). Doch schon anderthalb Minuten später lag Bad Abling wieder mit neun Punkten vorn (43:52). Sascha Bozic sah sich veranlasst, eine Auszeit zu nehmen. Was folgte, war freilich geradezu ein Powerplay der Gegnerinnen. Selten kamen die Eisvögel auch nur in Abschlussnähe, Kristen McCarthy wurde wirkungsvoll geblockt.

59:47 hieß es vor dem Schlussdurchgang für die Fireballs. Und sie ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen – obwohl sie die gesamten 40 Minuten mit denselben fünf Feldspielerinnen bestritten. Sie wechselten kein einziges Mal aus. Fünf Minuten vor Schluss führten sie mit 18 Punkten (69:51), kurz darauf mit 21 Zählern (72:51). Die Fireballs sind nach dem 74:59-Sieg auf dem besten Weg in die Playoffs, der USC Freiburg hingegen – siehe oben.

"Entscheidend war, dass zu keinem Zeitpunkt alle fünf Spielerinnen gleichzeitig ihre Top-Leistung abrufen konnten", sagte USC-Coach Bozic. "Mit den eigenen Fans im Rücken sind wir aber zuversichtlich, dass wir am Samstag in einer vollen Uni-Halle gegen Nördlingen noch ein paar Prozent mehr schaffen werden."

Bad Aibling: Bradaric (10 Punkte/davon 2 Dreier), Höötmann (17), Recoura (16), Schnorr (15), Sherbert (16/4). USC Freiburg: Greene (16), Hodapp (2), Hoffmann, Ilmberger (4), McCarthy (12/2), Mestagh (3), Ouedraogo, Rodefeld (6), Sabally (11/1), Weber (2), N. Zehender (3/1).