Die Eisvögel flattern in die Finalserie

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Di, 03. April 2018

USC Eisvögel

Souveräner Sieg bei der SG Weiterstadt / Hodapp mit gutem Comeback / Nun erst mal spielfrei.

BASKETBALL. Zweite Bundesliga Süd Frauen: SG Weiterstadt – USC Freiburg 54:63 (9:23, 15:14, 4:11, 26:15). Geschafft! Die Korbjägerinnen des USC stehen in den Playoff-Endspielen der zweiten Liga Süd. Bei der SG Weiterstadt gewannen sie nach furiosem Beginn souverän – und feierten damit den notwendigen zweiten Sieg in der Semifinalserie.

Vor einer Woche, bei der ersten Partie in Freiburg, waren es die Hessinnen, die in der ersten Halbzeit loslegten wie die Feuerwehr und die Eisvögel überraschten. Erst nach einer mächtigen Steigerung in Hälfte zwei hatte es damals für den Hauptrundenbesten zu einem 77:68 (37:48)-Erfolg gereicht. Am Samstagabend war es genau umgekehrt: Dieses Mal hatte der Erstliga-Absteiger den besseren Start, traf in den ersten 15 Minuten herausragend aus der Distanz mit Dreiern. Juliane Hodapp, Kapitänin der Abstiegssaison, die nun für die Playoffs reaktiviert wurde, feierte ein tolles Comeback, ihre ersten zwei Dreier versenkte sie – und auch die Mitspielerinnen punkteten vortrefflich. Mit 23:9 führte der Gast nach zehn Spielminuten. Das zweite Viertel verlief ausgeglichen. Aber im dritten Abschnitt flatterten die Eisvögel dem Gegner vor 500 Zuschauern ergebnismäßig davon (48:28). Der Hauptrundenvierte verlor die spielerische Linie und das Zutrauen in die eigenen Aktionen, erzielte nur vier Punkte in diesem Viertel. Dass er in den letzten zehn Minuten etwas herankam und die Niederlage in Grenzen hielt, konnte der USC verschmerzen.

"Für uns war wichtig, dass wir gut ins Spiel gefunden haben, das erste Viertel war überragend, wir haben so gut wie alles getroffen", sagte Freiburgs Coach Pierre Hohn. In der ersten Halbzeit versenkte seine Mannschaft sechs von acht Dreiern, hatte also eine 75-prozentige Dreierquote. Rückkehrerin Juliane Hodapp bekam vom Trainer ein Sonderlob: "Durch sie bekommen wir vor allem in der Verteidigung noch einmal neue Möglichkeiten."

Nächstes Wochenende haben die Eisvögel nun spielfrei, danach beginnt am 14./15. April die Finalserie von maximal drei Spielen – mit einem Auswärtsspiel für den USC. Gegen Bad Homburg fände Spiel zwei am 22. April in Freiburg statt. Gegen München, das am 21./22. April das Top-Viert-Turnier der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga ausrichtet, würden sich die weiteren Termine um eine Woche nach hinten verschieben. Ein drittes Finale würde ebenfalls in Freiburg stattfinden. Der Sieger der Finalserie steigt in die erste Liga auf.

Gegner der USC-Basketballerinnen wird der Sieger der anderen Halbfinal-Serie zwischen Bad Homburg und München sein. Das Team aus Bayern glich am Samstag durch einen 78:66-Erfolg zum 1:1 aus. Die erste Partie hatte der Vorrundenzweite mit 73:72 für sich entschieden. In der dritten Partie am Sonntag, 8. April, besitzt Bad Homburg den Heimvorteil.

Der USC spielte mit: Zdravevska, Rodefeld 8, Wieczorek, Nufer 8/davon 2 Dreier, N. Zehender (nicht eingesetzt), Hoffmann 4/1, L. Ouedraogo 2, Paunovic 7, Hodapp 6/2, Hughes 12/1, Gaffney 14/2, Mayer 2.