Basketball

Die Frauen des USC Freiburg erreichen die Playoff-Finalspiele

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 31. März 2018 um 20:53 Uhr

USC Eisvögel

Die Zweitliga-Basketballerinnen des USC Freiburg stehen in den Playoff-Endspielen. Bei der SG Weiterstadt gewinnen sie 63:54 (37:26) – und feiern damit den notwendigen zweiten Sieg in der Semifinal-Serie.

Vor einer Woche, bei der ersten Partie in Freiburg, waren es die Hessinnen, die in der ersten Halbzeit loslegten wie die Feuerwehr und die Eisvögel überraschten. Erst nach einer mächtigen Steigerung in der zweiten Hälfte hatte es damals für den Hauptrundenbesten aus dem Breisgau zu einem 77:68 (37:48)-Erfolg gereicht.

Am frühen Samstagabend war es genau umgekehrt: Dieses Mal hatte der Erstliga-Absteiger den besseren Start, traf in den ersten 15 Minuten herausragend aus der Distanz mit Dreiern. Juliane Hodapp, die Kapitänin der Abstiegssaison, die nun für die Playoffs reaktiviert wurde, feierte einen tollen Einstand, ihre ersten zwei Dreier versenkte sie – und auch die Mitspielerinnen punkteten von jenseits der Dreipunktelinie vortrefflich. Mit 23:9 führte der Gast nach den ersten zehn Spielminuten. Das zweite Viertel (15:14 für die gastgebende Sportgemeinde) verlief dann ausgeglichen.

Die SG verliert das Zutrauen in die Aktionen

Aber im dritten Viertel flatterten die Eisvögel dem Gegner ergebnismäßig weiter davon. Der Hauptrundenvierte aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg verlor die spielerische Linie und das Zutrauen in die eigenen Aktionen, erzielte nur vier Punkte in dem Abschnitt, verlor ihn mit 4:11 und lag nach drei Vierteln des Spiels hoffnungslos mit 28:48 im Rückstand. Dass sie durch ein 26:15 in den letzten zehn Minuten noch etwas herankamen und die Niederlage dann doch in Grenzen hielten, konnten die Breisgauerinnen verschmerzen.

"Für uns war wichtig, dass wir gut ins Spiel gefunden haben, das erste Viertel war überragend, wir haben so gut wie alles getroffen", sagte USC-Coach Pierre Hohn. In der ersten Halbzeit versenkte seine Mannschaft sechs von acht Dreiern, hatte also eine 75-prozentige Dreierquote. Rückkehrerin Juliane Hodapp bekam vom Trainer ein Sonderlob: "Durch sie bekommen wir in der Verteidigung nochmals neue Möglichkeiten, und dass ihre ersten Dreier gleich drin waren, war natürlich toll für sie und das Team."

Eisvögel haben kommendes Wochenende spielfrei

Am kommenden Wochenende haben die Eisvögel nun spielfrei, danach beginnt am Wochenende 14./15. April die Finalserie von maximal drei Spielen – mit einem Auswärtsspiel für den USC Freiburg. Danach hat die Mannschaft um Kapitänin Luana Rodefeld ein Heimspiel in der Unihalle. Sollte es dann 1:1 stehen und eine entscheidende dritte Partie notwendig sein, dürften die Breisgauerinnen als bestes Team der Hauptrunde erneut daheim antreten.

München gleicht im anderen Halbfinale aus

Gegner der USC-Basketballerinnen wird der Sieger der anderen Halbfinal-Serie zwischen Bad Homburg und München sein. Das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt konnte am Samstag durch einen 78:66-Erfolg zum 1:1 ausgleichen. Die erste Partie hatte der Vorrundenzweite mit 73:72 für sich entschieden. In der dritten Partie am Sonntag, 8. April, besitzt Bad Homburg den Heimvorteil.

In der Finalserie sind die Partien des USC wie folgt terminiert: Am 14./15. April steigt Spiel eins in der Best-of-three-Serie auswärts. Gegen Bad Homburg fände das zweite Spiel dann am 22. April in Freiburg statt. Gegen München, das am 21./22. April das Top-4-Endturnier der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga austrägt, würden sich die weiteren Termine um eine Woche nach hinten verschieben. Ein drittes Finale würde – ganz gleich ob gegen Bad Homburg oder München – ebenfalls in Freiburg stattfinden.

Für den USC Freiburg spielten in Weiterstadt: Zdravevska, Rodefeld 8, Wieczorek, Nufer 8/davon 2 Dreier, N. Zehender (nicht eingesetzt), Hoffmann 4/1, L. Ouedraogo 2, Paunovic 7, Hodapp 6/2, Hughes 12/1, Gaffney 14/2, Mayer 2.