Eine Frage der Gesundheit und des Systems

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Fr, 26. Januar 2018

USC Eisvögel

Freiburgs angeschlagene Zweitliga-Basketballerinnen treffen auf ein strukturiertes Team aus Krofdorf.

BASKETBALL (gg). In Freiburg ist in den vergangenen Tagen der Frühfrühling ausgebrochen. Aber bei den Zweitliga-Basketballerinnen des USC Freiburg herrschen noch die Spätausläufer des Winters vor.

Das hängt zum einen mit der nicht einkalkulierten Niederlage des Tabellenführers vom vergangenen Samstag beim abstiegsgefährdeten Tabellenneunten DJK Bamberg (61:63) zusammen, die das Stimmungsbarometer doch arg gedrückt hat. Zum anderen sind einige der Eisvögel-Spielerinnen von Spätwinter-Erkältungen überfallen worden. "Bis Mitte der Woche war lediglich die halbe Mannschaft im Training", konstatierte Pierre Hohn.

Der Gegner spielt nicht viel Freestyle

Das war dem USC-Trainer gar nicht recht. Eine gute Vorbereitungswoche für das Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr/ Unihalle) gegen die Krofdorf Knights hatte sich der 25-jährige Coach gewünscht, nachdem er schon mit der Trainingswoche vor dem Bamberg-Spiel unzufrieden gewesen war. Doch daraus ist wegen der Hüsteleien und Halsschmerzen bei der Hälfte der Mannschaft nicht viel geworden. Aber immerhin: Trainer Hohn ist zuversichtlich, seine beste Mannschaft am Samstag aufs Parkett schicken zu können, denn er hofft auf ein Abklingen der Erkältungssymptome.

"Wir gehen, ganz gleich in welcher Besetzung, als Favorit in das Spiel", erklärt der USC-Coach. Er geht davon aus, dass der Gegner aus dem Ortsteil der hessischen Gemeinde Wettenberg im Landkreis Gießen seiner Mannschaft liegt. "Krofdorf spielt einen strukturierten Basketball mit vielen Systemen. Das kommt unserem Spiel in aller Regel entgegen. Gegen Teams wie Keltern II, die weniger strukturiert agieren und mehr Freestyle spielen, tun wir uns schwerer", sagt Hohn.

Das Ergebnis aus dem Hinspiel bestätigt die Einschätzung des Freiburger Übungsleiters. Im Herbst des vergangenen Jahres feierten seine Eisvögel nämlich den ersten Auswärtssieg – und der fiel in Krofdorf mit 79:54 sehr komfortabel aus.

Das Duell der Topscorerinnen der zweiten Liga Süd

Im Jahr 2018 bezog die Mannschaft aus dem Landkreis Gießen in zwei Spielen jeweils Niederlagen (in Weiterstadt und gegen München). Somit ist das Saisonziel des Klubs, das Erreichen des Playoff-Halbfinals, bei aktuell sieben Niederlagen in 13 Partien stark gefährdet. "Krofdorf, das auf zahlreiche ausländische Akteure setzt, kämpft in der Partie bei uns quasi um die letzte Playoff-Chance. Das Team wird kämpfen bis zur Schlusssirene", mutmaßt Freiburgs Coach.

Die Zuschauer und er bekommen in der Begegnung die besten Punktesammlerinnen der zweiten Bundesliga Süd zu Gesicht: Kristen Gaffney, US-amerikanische Centerin der Eisvögel, hat bisher 21 Punkte im Schnitt für ihr Team geworfen – sie holt zudem noch zweistellig Rebounds (10,5). Bei Krofdorf spielt auf dem Flügel Gaffneys Landsfrau Erin Bratcher, die es durchschnittlich auf 18,9 Punkte bringt, zuletzt bei der 71:78-Heimniederlage gegen Jahn München aber lediglich fünf Zähler für ihr Team beisteuerte.