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16. Januar 2012 00:01 Uhr

Bundesliga

Eisvögel mit guten Nerven: 83:78 in Rotenburg-Scheeßel

Die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg haben ihr erstes Punktspiel im Jahr 2012 gewonnen – und eines ist jetzt sicher, auch mathematisch: Absteigen werden die Eisvögel nicht.

  1. Judie Lomax Foto: seeger

Der Tabellenführer aus dem Breisgau gewann bei Aufsteiger Rotenburg-Scheeßel mit 83:78 (16:23, 28:18, 18:20, 21:17). Angenehmer Nebeneffekt des Sieges nach 772 Kilometern Fahrt in den Norden: Die Eisvögel haben bereits am 13. Spieltag den Klassenerhalt gesichert.

Das klingt wie Hohn für einen Tabellenersten. Aber es ist ja noch nicht so arg lange her, da kämpfte der aktuelle deutsche Vizemeister noch um den Klassenerhalt.

Obwohl einen Tag vor dem Spiel angereist, kam das USC-Team nur schwer ins Spiel. 10:21 lag es nach neun Spielminuten zurück. Und als gegen die Freiburger Bank im zweiten Viertel das zweite Technische Foul gepfiffen wurde, sah es nicht allzu gut aus um den Tabellenführer. Doch in dieser Phase begann die Mannschaft um Kapitänin Mirna Paunovic, sich besser aufs Spiel zu konzentrieren. Mit zahlreichen Freiwürfen und einigen Schnellangriffen wurde der Rückstand verkürzt und in einen Halbzeitvorsprung (44:41) umgewandelt. Vor allem Paunovic und die US-Amerikanerin Judie Lomax übernahmen nun das Kommando in der Offensive.

In der zweiten Halbzeit führte das Team von Trainer Harald Janson meist mit einem bis fünf Punkten. Als der starke Aufsteiger in den letzten zwei Minuten versuchte, den Rückstand dadurch aufzuholen, indem er die Eisvögel-Spielerinnen foulte und damit an die Freiwurflinie zwang, bewiesen die USC-Frauen Nervenstärke. Sie verwandelten sechs von acht Freiwürfen und brachten damit ihre Führung sicher über die Zeit. Das konnten auch die Wurfkünste von Topscorerin Sitzmann nicht verhindern.

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"Wir haben noch nicht auf höchstem Niveau agiert und trotzdem bei einer Mannschaft gewonnen, die in dieser Saison davor erst ein Heimspiel verloren hatte. Das Glücksgefühl des Sieges müssen wir jetzt mitnehmen und hart an unserer Form feilen", sagte Coach Janson nach der Partie.

Schon nächste Woche steht für die Eis-vögel das nächste Auswärtsspiel an – beim starken Verfolger Wolfenbüttel, der das Hinspiel in Freiburg gewann. Erst am 28. Januar bestreiten die USC-Frauen dann ihr erstes Heimspiel 2012. Gegner ist dann in einer Neuauflage der Finalserie der deutsche Meister TSV Wasserburg.

Rotenburg-Scheeßel: Baden, Mankertz (6 Punkte), Stach (15), Feil, Clark (12), Pakulat (4), Bos (6), Sitzmann (31/davon 2 Dreier) Takacs (4). Freiburg: Turner (16), Ch. Höre (7/1), Möller, F. Höre, Tracey (8), Schindler (3), Bondarenko (5), Paunovic (18/1), Brunckhorst (4), Lomax (22). Zuschauer: 500.

Autor: Georg Gulde