Energiegeladen und mit Vollgas zum Sieg

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 09. Oktober 2017

Basketball

Freiburgs Zweitliga-Basketballerinnen landen zweiten Heimerfolg / Gute Teamleistung.

BASKETBALL. Zweite Bundesliga Süd Frauen: USC Freiburg – DJK Bamberg 82:59 (17:13, 21:19, 28:12, 16:15). Freiburgs Basketballerinnen finden sich in der zweiten Liga Süd zumindest bei Heimspielen sehr gut zurecht. Gegen das Team aus Bamberg gab’s am Samstag vor 400 Zuschauern einen am Ende klaren 82:59 (38:32)-Erfolg. Es war der zweite Heimsieg des USC in dieser Saison.

"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, ich bin zufrieden", sagte USC-Trainer Pierre Hohn. Ihm gefiel unter anderem, dass "viele Spielerinnen in der Offensive Verantwortung übernommen haben" – was sich dadurch zeigte, dass neun von zehn Spielerinnen punkteten. Die Systeme wurden zu Ende gespielt, auch wenn ab und an die 24-Sekunden-Zeit, die pro Angriff laut Regelwerk zur Verfügung steht, überstrapaziert wurde. "Der Ball lief gut. Man hat das Potenzial des Teams gesehen", sagte Hohn. Nun gelte es, diese Energie auch auswärts, nächsten Sonntag in Krofdorf, aufs Parkett zu bringen.

Nach dem Auftaktsieg vor einer Woche gegen Speyer-Schifferstadt (79:48) und der Auswärtsniederlage am Tag der Deutschen Einheit bei der Erstliga-Reserve von Keltern nach zweimaliger Verlängerung (85:91) trafen die Eisvögel auf eine Mannschaft, die zu den Favoriten für einen der ersten vier Plätze zählt, die für die Playoffs maßgeblich sind. Allerdings haben die Fränkinnen, deren Männermannschaft seit Jahren das Aushängeschild des deutschen Vereinsbasketballs ist, einen Fehlstart hingelegt. In den ersten zwei Spielen gab es zwei Niederlagen – und nun sind es drei Verlustpartien in drei Spielen.

Das junge USC-Team (Durchschnittsalter 19,2 Jahre) lag nur einmal zurück – in den ersten Sekunden (0:2). Dann führte die Mannschaft von Trainer Pierre Hohn – oder es stand unentschieden. Bamberg war vor allem Ende der ersten Halbzeit auf Augenhöhe mit den Freiburgerinnen, drei ausgeglichene Spielstände bestätigen das (25:25, 27:27, 29:29). Aber dann verführte die USC-Pressverteidigung den Gast zu einer Reihe von Fehlpässen. Der USC setzte sich bis zur Halbzeit leicht ab (38:32). Im dritten Viertel wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Die Trefferquote bei Zweipunktwürfen stieg entscheidend an – 36 Prozent waren es in der ersten Halbzeit, 56 Prozent am Schluss. Als dann gleich drei der neun Bamberger Spielerinnen mit vier Fouls belastet waren (beim fünften Foul müssen die Spielerinnen das Parkett verlassen), war die Gegenwehr der Fränkinnen gebrochen und den Breisgauerinnen fiel es zunehmend leichter, zu Punkten zu kommen.

Lea Ouedraogo und Ilka Hoffmann, zwei Spielerinnen, die schon in der vergangenen Saison im damaligen Erstliga-Kader des USC waren, sehen ihr Team ebenfalls auf dem richtigen Weg. "Nach der Niederlage in Keltern haben wir uns gesagt, wir müssen von Anfang an Vollgas geben. Das haben wir gemacht", analysierte Psychologiestudentin Ouedraogo (20), die mit elf Punkten drittbeste Scorerin ihres Teams war.

Teamkollegin und Nationalspielerin Ilka Hoffmann (22) sagte: "Wir haben die taktischen Vorgaben des Coaches umgesetzt. Wenn man nach drei Vierteln mit 66:44 führt, ist es recht einfach, die Partie zu Ende zu bringen." Hoffmann selbst zweifelte zuletzt stark an sich. "Ich spielte in der vergangenen Saison schlecht und auch in den beiden bisherigen Punktspielen dieser Saison. Ich habe einfach nicht in die Spiele gefunden", sagte die angehende Sportwissenschaftlerin. Gegen Bamberg lief es bei der 1,84 Meter großen Akteurin etwas besser, auch wenn alle drei Dreipunktwürfe, die sie nahm, ihr Ziel verfehlten. "Das kommt schon wieder. Sie ist eine unserer erfahrenen Kräfte und hat in ihrem Spiel viele Möglichkeiten", so Trainer Hohn. Jetzt muss Ilka Hoffmann diese Möglichkeiten nur wieder voll ausschöpfen.

Für den USC Freiburg spielten: Zdravevska 9 Punkte, Rodefeld 8, Wieczorek (2), Ch. Zehender 4, Schipek, Hoffmann 6, Ouedraogo 11, Hughes 14/davon 2 Dreier, Gaffney 22, Mayer 6.