Basketball

Erste Niederlage der Eisvögel in Liga zwei

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Di, 03. Oktober 2017 um 17:59 Uhr

USC Eisvögel

Am zweiten Spieltag in der zweiten Liga verlieren die Basketballerinnen des USC Freiburg erstmals. Bei der Erstliga-Reserve aus Keltern setzt es eine 85:91-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung.

Eine halbe Woche nach dem 79:48-Heimerfolg gegen Speyer-Schifferstadt musste das junge und neu zusammengesetzte Team der Eisvögel erfahren, dass Liga zwei kein Zuckerschlecken ist. Bei der zweiten Auswahl von Keltern gab’s für den Erstliga-Absteiger um Neu-Trainer Pierre Hohn keine Punkte.

Sieg über Keltern I, Niederlage gegen Keltern II

Manchmal schreibt der Sport schon verrückte Geschichten. In der Vorsaison, als die Freiburger Basketballerinnen in ihrem 17. Erstligajahr in echte Abstiegsgefahr gerieten, reiste die erste Mannschaft aus Keltern als Bundesliga-Tabellenführer in den Breisgau, verlor dort überraschend und nährte damit die Hoffnungen der Südbadenerinnen, die Spielklasse doch noch zu erhalten. Wie man inzwischen weiß, war die Hoffnung von kurzer Dauer, der USC Freiburg stieg in die zweite Liga ab. Nun, rund ein halbes Jahr nach dem Überraschungssieg gegen das Team des finanzstarken Europapokal-Teilnehmers aus der 9000-Einwohner-Gemeinde bei Pforzheim, hatten sich die USC-Frauen mit der zweiten Mannschaft aus Keltern zu duellieren.

Die Partie fing gut an für den Erstliga-Absteiger – eine schnelle 9:0-Führung war die Folge. "Danach haben wir in Offensive wie Defensive energielos agiert", sagte Trainer Hohn. Dank Punkten der überragenden Luana Rodefeld erreichte der USC die erste und zweite Verlängerung. Aber in den letzten fünf Minuten ging selbst der Kapitänin die Kraft aus.

Ein enttäuschter Trainer

Eisvögel-Trainer Pierre Hohn war der energielose Auftritt seiner Mannschaft irgendwie ein Rätsel. "Man muss bei so jungen Mannschaften wie der unseren mit schnellen Wechseln von Höhen und Tiefen rechnen. Vor allem ist es ein Unterschied, ob man die Zuschauer hinter sich weiß oder gegen sich." Der 25-jährige Coach erklärte: "Ich bin enttäuscht." Sehr enttäuscht wäre er gewesen, wenn das Team in der regulären Spielzeit verloren hätte. "In den Verlängerungen haben wir uns immerhin mit allem, was wir hatten, gegen die Niederlage gestemmt. Leider war es nicht genug", sagte er.

Der USC spielte mit: Zdravevska 2 Punkte, Rodefeld 38/4 Dreier, Wieczorek, Ch. Zehender, Schipek, Hoffmann, Ouedraogo 4, Hughes 13/2, Gaffney 23, Mayer 5/1.