Basketball

Freiburger Eisvögel sagen Teilnahme an europäischem Final-Turnier ab

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Di, 28. Februar 2017 um 12:58 Uhr

USC Eisvögel

Die abstiegsgefährdeten Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg sagen ihre Teilnahme am Final-Turnier der Central Europe Women League (11./12. März) ab. Grund ist die Terminkollision mit dem Ligaspiel gegen Nördlingen.

"Es sollte ein Höhepunkt in der Geschichte der Eisvögel werden", schreibt der USC Freiburg in einer Pressemitteilung. Durch den Heimsieg gegen den slowakischen Vertreter MBK Ruzomberok am 8. Februar hatte sich das Team von Sascha Bozic für das sogenannte Final-Four-Turnier der CEWL qualifiziert. Was folgte, das war laut Eisvögel-Funktionären "ein Marathon an Gesprächen, E-Mails und Kompromissversuchen".

Grund war die Tatsache, dass das CEWL-Final-Four-Turnier im tschechischen Brünn just am 11./12. März gespielt wird – und somit zeitgleich zum vorletzten Spieltag der Hauptrunde in der ersten Frauen-Bundesliga.

Liga-Leitung befürchtet Wettbewerbsverzerrung

Die Eisvögel, die als Vorletzter momentan auf einem Abstiegsplatz rangieren, tragen an besagtem Wochenende ihr Heimspiel gegen das ebenfalls abstiegegefährdete Team aus Nördlingen aus. Nach mehreren Anläufen wurde zwischen beiden Teams eine Neuterminierung des Spiels vor dem letzten Spieltag verabredet. Das Büro der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) akzeptierte die Neuansetzung für den Dienstag, 14. März, jedoch nicht – weil sie nach dem eigentlichen Spieltag erfolgte. Der USC und Nördlingen hätten zu diesem Zeitpunkt schon dien Resultate der anderen Partien gekannt. Da befürchtete die Ligen-Leitung eine Wettbewerbsverzerrung.

Umfrage unter Teams bringt kein positives Votum

Nur bei Zustimmung aller Erstliga-Teams hätte auch die Geschäftsführung der Liga ihr Plazet geben. Die umgehend initiierte Umfrage unter den insgesamt zwölf DBBL-Teams erbrachte jedoch kein einstimmiges positives Votum.

Da sich der USC in akuter Abstiegsgefahr befindet und der Klassenerhalt wichtiger eingestuft wird als das Final Four auf europäischer Ebene, kam die Vereinsführung zu dem Schluss, die Teilnahme am Turnier in Brünn abzusagen. Eine Strafe braucht der Klub nicht zu fürchten, denn die sieht die sehr schlanke CEWL-Spielordnung nicht vor.

Der Sportliche Leiter der Eisvögel, Harald Janson, teilte die Entscheidung den Spielerinnen am Montagabend beim Training mit. "Sie waren enttäuscht, zeigten aber Verständnis", sagte Janson.

USC drückt seine große Enttäuschung aus

Der USC bedankt sich in der Pressemitteilung ausdrücklich bei der Sportlichen Leitung des Teams aus Nördlingen "für die konstruktive und hilfsbereite Suche nach einem gangbaren Kompromiss". Allerdings wird auch erwähnt, dass die Eisvögel "unsere Enttäuschung angesichts des Prozederes und der nun erfolgten Absage des CEWL Final Fours kaum in Worte fassen können. Das Team wird sich nun ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren".