Geschmeidig etabliert

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Von BZ-Redaktion & Matthias Konzok

Di, 23. Januar 2018

Basketball

Aufsteiger CVJM Lörrach festigt durch 76:64-Sieg gegen Leimen seine Stellung im oberen Tabellendrittel der Basketball-Oberliga.

BASKETBALL Oberliga: CVJM Lörrach – KuSG Leimen 76:64 (19:17, 16:12, 19:12, 22:23) (BZ/zok). Selbst ein Stotterstart bringt den CVJM Lörrach derzeit nicht aus der Ruhe. In der Basketball-Oberliga hat der Aufsteiger durch den 76:64-Erfolg gegen KuSG Leimen seinen vierten Platz gefestigt.

Anlaufschwierigkeiten in der Oberliga? Da zucken die Lörracher Korbjäger wohl nur ratlos-fragend mit den Schultern. An das höhere Niveau hat sich der Aufsteiger umgehend angepasst – für Matthias Blum keine Überraschung. Der CVJM-Trainer hatte schon vor der Saison keinerlei Zweifel daran, dass sich sein Team zumindest im Mittelfeld der Liga einfinden würde. Durch den Heimerfolg gegen Leimen festigten die Lörracher nun Platz vier.

"Es läuft alles geschmeidiger", frohlockt Blum ob der Saisonentwicklung. In den vergangenen Monaten haben sich die Lörracher immer besser eingespielt, so dass der Klassenerhalt wohl nur noch in der Theorie in Gefahr ist.

Steigerungspotenzial bei den Offensivsystemen

Bei aller Geschmeidigkeit gibt es aber stets noch Luft nach oben, obgleich der Coach die begangenen Fehler in den Spielen als "Kopfsache" verortet. Wie gegen Leimen, "da waren wir zwischendurch mit dem Kopf nicht zu einhundert Prozent bei der Sache", so Blum. Dem Lörracher Spiel fehlte es an Geschwindigkeit und unter dem Korb offenbarten die Gastgeber zunächst Probleme.

Ab dem zweiten Viertel jedoch fand der CVJM in die Partie, auch weil der Coach auf den Leimener Auftritt reagierte und auf Zonenverteidigung umstellte. Mit Erfolg: Die Lörracher bekamen das gegnerische Offensivspiel in den Griff, verhinderte regelmäßig Würfe der Gäste und sicherten sich die Rebounds. Zudem agierte der CVJM im Angriff nun schneller, wobei Blum beim Umsetzen der Offensivsysteme noch Steigerungspotenzial sieht. Laufwege, Blocks, Timing – "das könnte noch ein bisschen besser sein".

Auch wenn in der Angriffshälfte noch nicht jedes Rädchen perfekt ineinandergreift, die Leimener distanzierte der CVJM im dritten Viertel zwischenzeitlich um 15 Punkte. Doch schlichen sich im Schlussabschnitt wieder Leichtigkeitsfehler ein, zudem nutzte Blum den komfortablen Vorsprung zum Wechseln. "Das habe ich vielleicht zwei, drei Minuten zu früh gemacht", übte er Selbstkritik. Denn sein Quintett hätte in dieser Phase "super funktioniert". Leimen verkürzte und kam auf sechs Punkte heran, Blum schickte wieder seine Topformation aufs Feld, und der CVJM brachte den Sieg über die Zeit.

Nicht nur die Bilanz mit acht Siegen aus zwölf Spielen ist positiv, sondern auch die Entwicklung der Akteure, beispielsweise von Alexej Nowak und Simon Körte. Nowak sei "ein richtiger Athlet", so Blum, kämpferisch unter dem Korb, mit Zug nach vorne und verbessertem Wurf. Und Körte, der als Flügelspieler unter dem Korb ran muss, war gegen Leimen mit 13 Punkten zweitbester CVJM-Korbjäger.

"Wir liegen voll im Soll", zieht Blum eine Zwischenbilanz. Ein bisschen hadert der Coach noch mit den vermeidbaren Niederlagen gegen Baden-Baden und Viernheim – vier Punkte mehr, und Lörrach läge auf Rang zwei. Doch bleibt Blum realistisch. Der CVJM hole nahezu das Maximum heraus und für Platz eins oder zwei "fehlt es uns an Größe und Erfahrung unter dem Korb". Dennoch stellen die Lörracher für jeden Oberliga-Gegner eine Herausforderung dar, "gerade zuhause sind wir stark", sagt Blum. Allen voran, wenn seine Spieler von Beginn an mit dem Kopf bei der Sache sind. Dann gibt es auch keine Anlaufschwierigkeiten.

CVJM: Grigsby 14/1, Körte 13, Strickland 12/2, Ntonga Zengue 11, Ahart 10/2, Blum 6, Nowak 6, Müller 4, Mihic, Scheurer.