KURZPORTRÄTS: Die Zukunft der Eisvögel

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Fr, 27. April 2018

USC Eisvögel

Vier USC-Spielerinnen sind noch keine 18, aber schon im Kader.

Der USC Freiburg startete mit dem jüngsten Kader aller Frauen-Zweitligisten in die Saison: 19,2 Jahre im Schnitt. Vier Spielerinnen des Zwölfer-Kaders sind noch nicht volljährig. Ist es für sie von Vorteil, sollten die Eisvögel aufsteigen?

» Pauline Mayer

16 Jahre, 1,72 Meter groß, Aufbauspielerin, 13:34 Minuten Spielzeit im Schnitt, 24 Spiele. Stammt aus Kirchzarten. Das Motto der Elftklässlerin des Marie-Curie-Gymnasiums Kirchzarten: Spaß am Spiel haben. Ihr Ziel für die nächste Saison: Am Ball bleiben, sich gut entwickeln. Pauline Mayer sagt: "Für die Weiterentwicklung ist Liga zwei gut, weil ich wohl mehr Spielpraxis erhalte. In Liga eins wird noch mehr gefordert im Training."

Luisa Nufer

15 Jahre, 1,84 Meter groß, Flügelspielerin, 17:30 Minuten Spielzeit, 20 Spiele, oft in der Startformation (Starting Five). Kommt aus Stuttgart, seit 2017 beim USC, besucht Klasse zehn des Rotteck-Gymnasiums und lebt im Sportinternat des Olympiastützpunkts (OSP) Freiburg. Luisa Nufer erklärt: "Sollten wir aufsteigen, will ich im Erstbundesliga-Kader vertreten sein. Ich werde dann wohl weniger Spielzeit erhalten. Dadurch wird für meine Entwicklung das Training noch wichtiger."

» Leonie Kambach

17 Jahre, 1,90 Meter groß, Centerin, 3:03 Minuten Spielzeit, zwei Spiele. Wurde in Duisburg geboren, wuchs in Flims (Schweiz) auf. Kam 2016 zu den Eisvögeln, macht derzeit am Rotteck-Gymnasium ihr Abitur, hatte vor dem theoretischen Teil der Sport-Prüfungen ziemlich Bammel. Lebt auch im OSP-Internat. Konnte wegen einer Ellenbogenverletzung diese Saison kaum spielen. Ist im deutschen U-18-Nationalkader für das Format Drei gegen Drei, das 2020 erstmals olympisch sein wird. Ob erste oder zweite Liga, ist ihr nicht so wichtig. Leonie Kambach: "Ich muss nach meiner Verletzung erst wieder reinkommen."

Emilly Kapitza

17 Jahre, 1,88 Meter groß, Flügelspielerin und Centerin, 4:42 Minuten Spielzeit, sechs Spiele. Stammt aus Schramberg, hatte nur wenige Einsätze wegen einer langwierigen Knieverletzung. Ist auch am OSP-Internat. Die U-16-Vize-Europameisterin von 2016 will nächste Saison vor allem ihre Verletzung loswerden. Emilly Kapitza ist der Ansicht: "Wenn es um das Sammeln von Spielerfahrung geht, ist Liga zwei für eine junge Spielerin wohl besser. In Liga eins kann man sich als Nachwuchsspielerin aber im Training super entwickeln. Natürlich bin ich für einen Aufstieg."