Mirna Paunovic und ihre Welt

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Di, 01. August 2017

Basketball

Die ehemalige Profi-Basketballerin war bei der Maxi-WM und engagiert sich wieder für ihre Sportart – in Ettenheim.

BASKETBALL. Mirna Paunovic ist eine Sportgröße in der Region. Was auch daran liegt, dass sie die letzten sieben Jahre ihrer Karriere in Freiburg für die Eisvögel um Bundesligapunkte gespielt hatte, bevor sie ihre Karriere mit 36 Jahren beendete. Vor einigen Tagen kehrte die Frau, die mittlerweile in Ettenheim wohnt, mit Rang neun von der Maxibasketball-Weltmeisterschaft in Italien zurück.

Maxibasketball ist ein anderes Wort für Senioren- oder Mastersbasketball. Dort belegte die 40-Jährige mit der deutschen Nationalmannschaft 40 + den neunten Rang unter 26 Teams. "Es hat sehr viel Spaß gemacht", sagte Mirna Paunovic, die aus Sarajewo im heutigen Bosnien-Herzegowina kommt und auf mehr als 20 Jahre Basketball-Erfahrung in europäischen Topligen zurückblickt.

Dabei hatte sie mit der deutschen Mannschaft in Italien unglücklich die Medaillenrunde verpasst. Das erste Spiel gegen Ungarn verlor ihr Team nach Verlängerung und verpasste damit die Chance, sich weit vorne zu platzieren. "Das war bitter, weil wir alle anderen Spiele teilweise sehr hoch gewonnen haben. Es war eine sehr gute Truppe. Wir haben uns vorher zweimal getroffen, bevor wir nach Italien gefahren sind." In Italien gab es Wettbewerbe für Teams von 30 + bis 65 +. Es war die größte Maxibasketball-WM aller Zeiten. "Ich würde gerne in 15 Jahren so laufen wie einige Damen und Herren, die ich gesehen habe", erzählt die Basketballerin lachend. Die Veranstaltung stellte eine Kombination aus zwei Aspekten dar. "Ja, es ging um Spaß, aber man ist trotzdem ehrgeizig und will gewinnen", sagt die Sportlerin.

Anstrengend,
aber auch schön

"Es war schon anstrengend, wir haben in einer Woche fünf Spiele absolviert. Man war hundertprozentig dabei bei den Spielen, dennoch hatte man die Möglichkeit Ausflüge zu unternehmen oder Essen zu gehen." Als schön hat sie auch die Begegnungen mit ehemaligen Sportkolleginnen erlebt, vor allem jenen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien.

An ihrem Wohnort engagiert sich die frühere Profi-Basketballerin mittlerweile auch im BG Ettenheim. "Ich habe im Herbst angefangen, dort mitzumachen, inzwischen ist daraus eine Initiative entstanden." Sie will beim Basketballverein nicht nur als Spielerin aktiv sein, sondern auch mithelfen, neue Teams bei Mädchen und Jungs aufzubauen. Angedacht ist auch ein Wirken als Trainerin. "Früher war Basketball in Ettenheim sehr stark, von dort kamen auch einige Spielerinnen nach Freiburg", erinnert sie sich. "Wir wollen hier das Interesse an Basketball wieder wecken", verspricht sie.