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01. März 2010

Mit der richtigen Einstellung

Freiburgs Basketballerinnen gewinnen gegen Leipzig klar und stehen sicher in den Playoffs.

  1. Hände hoch: Die USC-Spielerinnen Jahzinga Tracey (links, weißes Trikot) und Birte Wehrenbrecht versuchen sich gegen zwei Leipziger Akteure durchzusetzen. Foto: achim keller

FREIBURG. Es sind mitunter die schwierigsten Spiele: Partien gegen Abstiegskandidaten im Saisonendspurt. Das Heimspiel der Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg gegen die BBV Leipzig Eagles war genau solch eine Aufgabe. Der souveräne 71:54-Sieg (23:11, 17:17, 11:5, 20:21) der Eisvögel zeigte, dass sie den schwachen Rückrunden-Start mit fünf Niederlagen in Folge mittlerweile komplett aus Kleidern und Köpfen geschüttelt haben. Mit dem Erfolg stehen die Freiburgerinnen jetzt auch ganz sicher in den Playoffs.

Das Spiel zeigte aber auch, dass es die Gäste sehr schwer haben werden, in den ausstehenden drei Spielen noch die zwei benötigten Siege zum Klassenerhalt zu holen. Leipzigs Trainer Ray Ingram war dementsprechend konsterniert nach der Schluss-Sirene. "Es scheint so, als ob wir nicht mehr wissen, wie man gewinnt", grämte er sich nach der fünften Niederlage in Folge und erschauderte beim Anblick der Spiel-Statistik: 21 Ballverluste hatte seine Mannschaft produziert. Allein sechs davon im ersten Viertel, in dem die Eisvögel sofort klar machten, wer auch im Kopf bereit war, das Spiel zu gewinnen. "Wir haben sofort die richtige Einstellung zum Spiel gefunden und gezeigt, dass wir die Partie nicht als Selbstläufer betrachten", sagte Eisvögel-Trainer Harald Janson und freute sich über den Grundstein zum dritten Sieg in Folge, der mit dem 23:11-Spielstand nach dem ersten Viertel gelegt war.

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Nachdem sie den Leipzigerinnen das einmalige Gefühl einer Führung beim 2:0 gegönnt hatten, ließen die Eisvögel im gesamten Spiel kaum Spannung aufkommen. Ebendiese vermisste Ingram bei seiner Mannschaft, die den Eisvögeln 75 Würfe auf den Korb gestattete und selbst nur 52 Mal den Abschluss fand. "Wir schaffen es nicht, uns länger als zwei bis drei Minuten zu konzentrieren", haderte er mit seinem Team. 20 Offensiv-Rebounds der Eisvögel unterstreichen diese Beobachtung. Zu gehemmt und hilflos wirkten die Spielerinnen des Tabellenvorletzten – sehr zur Freude von USC-Centerin Mirna Paunovic, die nicht nur mit 23 Punkten Topscorerin der Partie war, sondern auch sieben ihrer zehn Rebounds unter dem Korb der Leipzigerinnen pflückte. Was nicht nur den Zuschauern Szenen-Applaus abnötigte, sondern auch den euphorisierten Mitspielerinnen auf der Reservebank. "Das ist genau die Stimmung, die wir haben wollen", sagte Janson zu immer wieder aufbrandenden Jubelstürmen von der Bank. Die würde er gerne auch am kommenden Samstag wieder sehen, wenn es in der Uni-Halle wieder gegen eine tief in den Abstiegskampf verstrickte Mannschaft geht.

Freiburg: Menz (4 Punkte), Ch. Höre (2), Möller, Tracey (8), Schindler (5/1 Dreier), Wehrenbrecht (8/2), Paunovic (23/1), Hayes (11/1), Callahan (5), Penno (5/1). Leipzig: von Doorn, Höfer (6), Sanders (13), Maciej, Opel, Rösner, Grevenstette (9), Diaz Lopez (9/1), Flasarova (10), Tajkov (7/1), Homolova. Schiedsrichter: Schmidt/Knapp. Zuschauer: 650.

Autor: Niklas Ziegler