München irritiert die Eisvögel nur bis zur Pause

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mo, 26. Februar 2018

USC Eisvögel

USC-Basketballerinnen haben Platz zwei der Normalrunde sicher.

BASKETBALL. Zweite Bundesliga Frauen: USC Freiburg – Jahn München 84:79 (37:42). Die USC Eisvögel haben ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg erreicht. Der Heimsieg gegen den Tabellendritten aus München garantiert den Freiburgerinnen nach der Normalrunde mindestens den zweiten Tabellenplatz. Damit haben sie im Playoff-Halbfinale der besten vier Teams in einem möglicherweise entscheidenden dritten Spiel Heimrecht.

So ein Match bekommen Zuschauer des Frauenbasketballs gewiss nicht alle Tage zu sehen: Scoringpower auf beiden Seiten, Spannung bis zur letzten Minute – und schlussendlich das bessere Ende für die Gastgeberinnen, die sich ohne ihre beste Punktesammlerin Kristen Gaffney (Knieverletzung) als eingespieltes Team präsentierten. Angeführt von Aufbauspielerin Luana Rodefeld (19 Punkte, 14 Rebounds, 8 Assists) sowie der gut aufgelegten Ilka Hoffmann (20 Punkte) gingen die Breisgauerinnen nach einer starken zweiten Halbzeit verdient als Sieger vom Parkett. Auf der Gegenseite bereiteten die Topscorerinnen Anne Delafosse (ehemals Breitreiner/27 Punkte) und Nicole Schmidt (28) den Eisvögeln Probleme.

Dass es gegen das Team von der Isar nicht einfach werden würde, verdeutlichte bereits seine Startaufstellung: In der pfeilschnellen Aufbauspielerin Schmidt und der ehemaligen Nationalspielerin Delafosse brachten die Gäste geballte Offensivpower aufs Parkett. Beide spielten durch, da München nur mit sieben Spielerinnen nach Freiburg gereist war. So hatten die Eisvögel besonders in der ersten Hälfte große Probleme, ihre Gegnerinnen zu stoppen.

Parallel zeigten aber auch die Gastgeberinnen, welche Qualität sie am gegnerischen Korb besitzen. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit 26:16 vorne. Im zweiten Abschnitt fand Delafosse ihren Wurf, sodass der USC mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die Pause ging. Freiburgs Trainer Pierre Hohn war gefordert. "Wir hatten uns sehr intensiv auf den Gegner vorbereitet", so der Coach. "Der hat dann aber eine andere Offense gespielt, als das zuletzt der Fall war. Wir mussten reagieren."

Und die Eisvögel reagierten: "In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel besser im Griff", konstatierte Hohn. Schnell drehten die USC-Frauen nach dem Seitenwechsel die Partie dank diverser erfolgreicher Dreier. Nun stimmte auch die Präsenz unter den Körben. So griff Mirna Paunovic im zweiten Abschnitt fünf Rebounds ab und setzte ihre Mitspielerinnen stark in Szene. Ilka Hoffmann tat sich als Punktesammlerin hervor. Aus Foulproblemen der Gastgeberinnen schlugen die Bayerinnen zu selten Kapital. Die Eisvögel liefen konsequent ihre Systeme und führten Mitte des Schlussdrittels mit elf Punkten. Doch noch einmal machten sie es spannend. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Paunovic von der Dreierlinie zum 80:72.

"Normalerweise wäre ich bei so vielen Punkten des Gegners nicht zufrieden, aber heute war das in Ordnung", befand USC-Trainer Hohn nach der Schlusssirene. Das gewonnene Heimrecht im Playoff-Halbfinale sei derweil eine Bestätigung. "Hätten wir verloren, müsste man nochmal zittern. Der Sieg war entsprechend wichtig für uns."

Für den USC Freiburg spielten: Hoffmann 20/davon 1 Dreier, Rodefeld 19/2, Nufer 10/2, Ouedraogo 4, Zdravevska 2, Paunovic 11/1, Hughes 18/5, Mayer, C. Zehender.