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08. März 2010

Pleite der unerwarteten Art

USC Freiburg unterliegt Jena 67:73, bleibt im direkten Vergleich mit den Thüringern aber besser.

  1. Die Jenenser Karim Shabazz (links) und Jermyl Jackson-Wilson umrahmen den erfolgreichsten Freiburger Werfer, Christoph Roquette (16 Punkte). Foto: Seeger

BASKETBALL. Der USC Freiburg hat eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenverbleib verpasst. Gegen den direkten Konkurrenten Science City Jena kassierte der Pro-A-Zweitligist eine 67:73-Heimniederlage.

"Wenn man nicht mit dem letzten Biss bei der Sache ist, muss man sich nicht wundern, wenn man verliert", konstatierte USC-Coach Markus Zilch nach der etwas unerwarteten Pleite gegen die Thüringer, die dank des Auswärtssieges wieder am USC vorbeigezogen. Der Uniklub ist Drittletzter. Immerhin haben die Freiburger gegen Jena aber den direkten Vergleich, der in der Endabrechnung einen Punkt wert sein könnte, auf ihrer Seite. Und auch das Restprogramm der abstiegsgefährdeten Klubs spricht für den USC. Freiburg – mit der gewohnten Zonenverteidigung – startete zwar besser in die Partie und verschaffte sich einen 13:5-Vorsprung. Doch ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen, sie spielten konzentriert und besser strukturiert als der USC weiter: Mit einem 22:12 sicherten sie sich zum Viertelende eine Führung. Und die hielt: Freiburg kam wieder mit Dampf aus der Pause, so entwickelte sich Mitte der Partie ein intensives Spiel. Nicht auf höchstem Niveau, man hat den USC in dieser Saison aber schon schlechter gesehen. "Jena hat gut gespielt", pflichtete Zilch dem indirekt bei.

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Bei Freiburg sorgte Achmadschah Zazai, wenngleich er zu wenige Punkte erzielte, für einige spielerische Highlights und Überraschungsmomente. Doch zur Halbzeit führten weiter die Gäste (36:41), die ihr Abwehrsystem im Spielverlauf immer mal wieder änderten. Die Entscheidung fiel direkt nach Wiederbeginn: Freiburg kam durch vier Punkte des gewohnt konstanten Christoph Roquette auf drei Zähler heran, doch der Jenenser Karim Shabazz (2,16 Meter), der vor der Pause wegen zwei schneller Fouls nur knapp zwei Minuten auf dem Feld stand, stellte den USC nun vor erhebliche Probleme. Jena setzte sich auf 55:45 ab, und von diesem Vorsprung sollten die Gäste bis zum Schluss zehren.

Freiburg hielt sich immer auf Schlagdistanz – nur die zwei, drei entscheidenden Dreier, die den Anschluss hätten bringen können, die kamen nicht. Als Anish Sharda aus der Distanz traf, war es praktisch zu spät (65:71/39.). Roquette, der acht seiner neun Freiwürfe verwandelte, verkürzte von der Linie noch auf 67:71, und vielleicht hätte eine Foultaktik in den letzten 53 Sekunden den USC noch näher gebracht. Doch dies blieb aus und so kam Jena nicht mehr in die Bredouille.

Punkte USC Freiburg: Petric 6/zwei Dreier, Zazai 5/1, Sharda 8/1, Kinsella 13/2, Evans 11, Hunter 8, Roquette 16.

Autor: Uwe Rogowski