Sieg nach kuriosem ersten Viertel

gg

Von gg

Mo, 18. Dezember 2017

USC Eisvögel

Die USC-Basketballerinnen tun sich beim Tabellenletzten lange Zeit schwer.

BASKETBALL (gg). Zweite Bundesliga Frauen: TSV Speyer-Schifferstadt – USC Freiburg 81:87 (31:23, 16:25, 16:19, 18:20). Freiburgs Zweitliga-Basketballerinnen gewannen ihr letztes Punktspiel 2017 beim Schlusslicht Speyer-Schifferstadt 87:81 – und staunten: über die unglaubliche Treffsicherheit des Gegners zu Beginn.

Die Frauen aus dem Breisgau konnten in den ersten zehn Minuten machen, was sie wollten. Verteidigten sie schlecht, warfen ihnen die Spielerinnen des Tabellenletzten die Bälle um die Ohren und in die Reuse. Verteidigten sie mittel, war’s nicht anders. Und selbst, wenn sie gut verteidigten und beim Wurf eine Hand quasi im Gesicht der Gegenspielerin hatten, konnte nicht verhindert werden, dass Speyer traf.

Auch die Hilfe von außen entpuppte sich nicht als solche. Trainer Pierre Hohn versuchte, per Auszeit und Spielerwechsel den Fluss der Domstädterinnen zu stoppen. Vergebens. 31:23 lag das Schlusslicht vorn. "Speyer hat alles getroffen", sagte USC-Trainer Hohn zum ersten Viertel. Wäre es so weitergegangen, hätte der einheimische TSV die Partie mit 124 Punkten abgeschlossen.

Vor Beginn des zweiten Viertels tat Hohn das, was jeder Trainer an seiner Stelle getan hätte: "Ich habe gesagt, dass Speyer unmöglich die ganze Partie über so hochprozentig treffen kann." So kam es dann auch. Und zwar schon im zweiten Viertel. Auch wenn die USC-Defense immer noch löchrig war, traf Speyer nicht mehr so konstant. Mit 25:16 gewannen die Eisvögel dieses Viertel, lagen zur Pause 48:47 vorn.

Es blieb eine zähe Angelegenheit, 19:16 gewann der Gast das dritte Viertel. Und im letzten Abschnitt (20:18) lag der neue Tabellenführer aus dem Breisgau immer in Führung, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. Nach Ballverlusten von Laura Zdravevska hatte Speyer sogar noch die Gelegenheit, näher heranzukommen. Doch brachte der USC den Sieg über die Zeit. "Uff. Ich bin froh, dass wir das Spiel nach Hause gebracht haben", so Trainer Hohn. Dass der Tabellenletzte seinem Team 81 Punkte einschenkt, wird dem 25-Jährigen indes zu denken geben. Jetzt geht die Mannschaft in die kurzen Weihnachtsferien. Am 2. Januar bittet der Coach dann wieder zum Training – und am 7. Januar findet das Pokal-Viertelfinalspiel in der heimischen Unihalle gegen den Erstligisten Keltern statt. Sollten die Eisvögel die Sensation gegen die derzeit zweitbeste Mannschaft des deutschen Frauen-Basketballs nicht schaffen, gibt’s einen Trost: Am Samstag, 13. Januar, geht’s im Punktspiel wieder gegen Keltern – aber gegen die zweite Mannschaft.

Für den USC spielten: Gaffney 32 Punkte, Hoffmann 11/davon 1 Dreier, Hughes 22/3, Nufer 6/1, L. Ouedraogo 2, Rodefeld 12/1, Schipek, Wieczorek 2, Zdravevska, Ch. Zehender.