USC gastiert in der "Freak City"

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Fr, 19. Januar 2018

USC Eisvögel

Freiburger Basketballerinnen als Tabellenführer in Bamberg.

BASKETBALL (gg). "Freak City" – das hört sich ein bisschen gruselig an. Aber gemeint ist damit nur Bamberg. Die oberfränkische Stadt mit ihren 75 000 Einwohnern hat sich den Namen selbst gegeben, weil sie – laut Eigenwerbung – für Leidenschaft sowie kulturelle und sportliche Begeisterung steht. Dort gastieren am Wochenende die Basketballerinnen des USC Freiburg.

Zur "Freak City" wurde die Stadt vor allem über die männlichen Basketballer. Die Bamberger Korbwerfer wurden neun Mal deutscher Meister und fünf Mal Pokalsieger. Zwei, drei oder gar vier Stufen darunter sind die Basketballerinnen aus Bamberg angesiedelt, die am Samstag (15.30 Uhr) in der Sporthalle der Graf-Stauffenberg-Schule als Tabellenneunter und damit Drittletzter der zweiten Bundesliga gegen den Spitzenreiter USC Freiburg antreten. Erstmals bei einer Auswärtspartie der Eisvögel steht Rückkehrerin Mirna Paunovic (41) auf dem Parkett. Die Erfahrung der spielenden Co-Trainerin soll helfen, dass das USC-Team in fremden Hallen stabiler auftritt, als das in einigen Spielen der Vorrunde der Fall gewesen ist.

USC will Spielaufbau des Gegners früh stören

"Bamberg verfügt über eine junge Mannschaft, die eine hohe Fehlerquote aufweist. Das müssen wir ausnutzen", sagt Freiburgs Trainer Pierre Hohn. Er erklärt einen Sieg in Bamberg zur Pflicht. Die Oberfranken haben in Julia Förner (17 Jahre) eine talentierte Spielmacherin und in der US-amerikanischen Centerin Victoria Waldner (24) die größte Spielerin der Liga in ihren Reihen. Das USC-Team, das am Samstag einen überzeugenden Sieg gegen Keltern II feierte (83:56), will den Spielaufbau des Gegners früh stören und aggressiv verteidigen – damit Bamberg zumindest beim Frauen-Basketball nicht auch noch "Freak City" wird.