Niederlage im Spitzenspiel

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 12. März 2018

USC Eisvögel

Eisvögel geben nach dem 67:69 in Bad Homburg Tabellenführung ab.

BASKETBALL (gg). Zweite Bundesliga Süd Frauen: Bad Homburg – USC Freiburg 69:67 (19:18, 18:17, 16:18, 16:14). Im vorletzten Spiel vor den Playoffs haben es die Spielerinnen des USC Freiburg verpasst, die Hauptrunde bereits jetzt als Tabellenerster abzuschließen. Die Mannschaft von Trainer Pierre Hohn verlor am Sonntagabend beim bisherigen Tabellenzweiten Bad Homburg, der nun ebenso wie die Breisgauerinnen 30 Punkte aufweist, mit zwei Punkten Differenz.

Bereits in der Hinrunde hatte der USC bis zehn Sekunden vor Schluss stets geführt, am Ende aber die Partie mit 78:80 abgegeben und damit die bis dato einzige Heimniederlage in dieser Saison kassiert. Bad Homburg entpuppt sich also als der Angstgegner des Erstliga-Absteigers aus dem Südbadischen.

Dennoch hat der USC die besten Chancen, nach Hauptrundenende Erster zu werden und damit sowohl im Playoff-Halbfinale als auch in der Finalserie in einem eventuell notwendigen dritten Spiel den Heimvorteil zu besitzen. Dazu ist am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenfünften Würzburg ein Erfolg nötig. Bad Homburg kann indes nicht mehr punkten, weil die Mannschaft spielfrei ist.

Im Hessischen zeigte sich schnell, dass die besten Mannschaften der zweiten Liga Süd aufeinandertrafen. Es entwickelte sich eine Partie, die fast schon Playoff-Charakter hatte – beiden Equipen suchten in der Defensive den Schlüssel zum Erfolg. Das klappte bei den Breisgauerinnen aber erst vom zweiten Viertel an. "Am Anfang waren wir in der Verteidigung nicht wach genug", sagte Flügelspielerin Lea Ouedraogo nach der Partie. Defensive ist eben nicht die Stärke der in der Offensive so starken Mannschaft von Trainer Hohn.

Bezeichnend für das Spiel ist die Tatsache, dass keines der Viertel mit mehr als zwei Punkten Differenz beendet wurde. Nach 38 von 40 Spielminuten stand es 62:62. In der Schlussphase hatten dann die Gastgeberinnen das bessere Ende für sich. Bei den Eisvögeln glänzte zwar Liga-Topscorerin Kristen Gaffney aus den USA mit beachtlichen 31 Punkten, aber ansonsten punktete lediglich noch Spielmacherin und Kapitänin Luana Rodefeld zweistellig, die allerdings beim Stand von 63:66 einen wichtigen Dreier nicht im Kotb versenkte.

Für den USC Freiburg spielten: Zdravevska, Rodefeld 11 Punkte/davon 1 Dreier, Wieczorek (nicht eingesetzt), Kapitza, Nufer 4, Ch. Zehender, Paunovic 9/1, Hoffmann 2, L. Ouedraogo 4, Hughes 6/2, Gaffney 31/2, Mayer.