USC trumpft im Spitzenspiel auf

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 13. November 2017

USC Eisvögel

Freiburgs Zweitliga-Basketballerinnen zeigen ihre bisher beste Auswärtsleistung, siegen in München und bleiben Spitzenreiter.

BASKETBALL. Zweite Bundesliga Süd Frauen: Jahn München – USC Freiburg 52:73 (20:20, 10:19, 13:20, 9:14). Das perfekte Spiel ist es noch nicht gewesen. Aber die beste Auswärtsleistung dieser Saison haben die Zweitliga-Basketballerinnen des USC Freiburg am Sonntagnachmittag gezeigt. Beim Tabellenfünften Jahn München gewannen die Eisvögel 73:52, zeigten über weite Strecken eine konzentrierte Leistung, verteidigten die Tabellenführung und sind ihrem Saisonziel, dem direkten Wiederaufstieg in Liga eins, wieder ein Stückchen nähergekommen.

Dabei begann die Partie für das blutjunge Team aus dem Breisgau (Durchschnittsalter: 19,2 Jahre) gar nicht wie gewünscht. Anne Delafosse, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Breitreiner, erzielte in der Anfangsphase sieben Punkte. Die 33-Jährige, ihres Zeichens 165-malige deutsche Nationalspielerin, führte München zu einem 12:8-Vorsprung. Freiburgs Trainer Pierre Hohn sah sich bald zu einer Auszeit und einem Wechsel in der Verteidigungsstrategie gezwungen.

Münchens Spielerinnen stellten immer wieder einen indirekten Block für Delafosse, so dass die USC-Akteurin, die in der Anfangsphase gegen die routinierte Ex-Nationalspielerin agierte, regelmäßig zu spät zum Verteidigen kam. Nach der Auszeit hatten sich die Freiburgerinnen besser auf das Manöver der Gastgeberinnen eingestellt. Wurde nun der Block gestellt, blieb Delafosses Gegenspielerin bei der Blockstellerin – und eine andere USC-Basketballerin kümmerte sich um Delafosse. Das zeigte Wirkung. "Die restlichen 35 Minuten der Partie haben wir gegen sie exzellent verteidigt", lobte Hohn seine Auswahl. Und so wurde sogar das vermessen klingende Ziel, die bisher mit Abstand beste Korbschützin der Liga (26,5 Punkte im Schnitt) unter zehn Zählern zu halten, fast erreicht. Die Statistik wies für Delafosse am Ende exakt zehn Punkte aus.

Neben der Tatsache, dass die USC-Defensive Münchens beste Akteurin sehr gut in den Griff bekam, war vor allem der Blitzstart im zweiten Viertel für den Freiburger Erfolg maßgebend. Ein 11:0-Run brachte die Breisgauerinnen in eine günstige Position. "Wir haben das gut und konzentriert weitergespielt", analysierte der Trainer, der von einer "sehr geschlossenen Teamleistung" sprach. Eine Woche nach der 15-jährigen Luisa Nufer debütierte bei den Eisvögeln nun die 17-jährige Leonie Kambach – und beide scorten auch noch. "Das ist schon etwas Besonderes", sagte Hohn. Sein Team baute den Vorsprung im dritten und im letzten Viertel aus – mit einem so deutlichen Erfolg hatten die Südbadenerinnen nicht gerechnet. Was den USC-Coach speziell freute: "Es haben alle Spielerinnen zu dem Erfolg ihr Scherflein beigetragen, ob durch Punkte, Rebounds oder Assists."

Am kommenden Wochenende haben die Eisvögel spielfrei. Die nächste Partie bestreiten sie am Samstag, 25. November, (19.30 Uhr) daheim – gegen den Tabellenzweiten Bad Homburg.

Für den USC Freiburg spielten: Zdravevska 7 Punkte/davon 1 Dreier, Rodefeld 8/1, Wieczorek 4, Nufer 1, Schipek, Hoffmann 4, Ouedraogo 3, Hughes 20/5, Kambach 4, Gaffney 20, Mayer 2.